Mit dem Begriff der Auditory Spaces werden unterschiedliche Aspekte und Erscheinungsformen der vielschichtigen H?rr?ume der Literatur geb?ndelt, die sowohl pr?sentische Angesichtigkeit der Akteure in ihren jeweiligen Umgebungen als auch mediale Transformationen erm?glichen. In den beiden Nachkriegsdekaden und dar?ber hinaus operierte die Literatur vor allem als stimmliche Verlautbarung von Texten in verschiedenen Formaten, Konstellationen und Resonanzr?umen. Die Beitr?ge des Bandes n?hern sich der Frage, wie und in welchen Formen Stimme, m?ndliche Performativit?t und die Reflexion der auditiven Dimension einer Mitteilung ma?geblich dazu beitrugen, das literarische Feld in den Jahren nach 1945 neu zu konstituieren und poetologisch zu reformieren.
Einleitung.- Der neue Ton.- Tonfindung. Die sonore Inszenierung des Literarischen in der fr?hen Nachkriegszeit.- Der neue Ton im Suchfeld der Zeitschriften nach 1945.- Sinn und Resonanz. Die Idee des Akroamatischen.- Was hei?t literarisches Sprechen? Zur ?konomie und Funktion des sprachlichen Tausches im literarischen Feld der Nachkriegsliteratur.- Radio/Literatur.- Rauh heftig scharf. Der Ton der Kritik in der Gruppe 47.- Medien?sthetik als Medienpolitik: Alfred Anderschs Rundfunkarbeit in den 1950er Jahren.-Andere sprechen aus dir H?rspiel und Rundfunk bei Heinrich B?ll in Zum Tee bei Dr. Borsig und Dr. Murkes gesammeltes Schweigen.- Heinrich B?lls H?rspiele. Zu einem vernachl?ssigten Werk.- Nach Russland und anderswohin. Wolfgang Koeppens Radio-Essays.- H?r/R?ume.- Akustischer Eigensinn in den Werken der Wiener Gruppe.- Soundpoesie(n) im Neuen H?rspiel.- Konkrete Poesie und Serielle Musik. Der historische Bruch als Selbstbesinnung auf Parameter des akustischen Materials.- Erlebte Rede in Medientransposition.
Natalie Binczek ist Professorin f?r Neugermanistiklc'