Tobias Hirsch entwickelt ein heuristisches Verfahren, das die Auswirkungen von Standortentscheidungen auf die Tourenkosten bei t?glich wechselnder Auftragssituation absch?tzt. Die Leistungsf?higkeit des Verfahrens wird an Praxisbeispielen verdeutlicht.Dissertation Universit?t Augsburg 1998Der effizienten Gestaltung von G?terverkehrsnetzen kommt angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Verflechtung und ?berlasteter Stra?en eine immer gr??ere Bedeutung zu. In G?terverkehrsnetzen unterscheidet man zwischen dem Fernverkehr, der linienm??ig die Knoten des Netzes verbindet, und dem Nah- oder Fl?chenverkehr im Einzugsgebiet eines Depots . Letzterer besteht in Ausliefer-und Sammeltouren, die jeweils vom Depot ausgehen, eine gro?e Anzahl von Kunden bedienen und zum Depot zur?ckfuhren. Die Planung solcher Touren fiir ein Depot und einen Tag ist ein viel untersuchtes schwieriges Problem. Andererseits gibt es fiir die langfristige Gestaltung solcher Netze Verfahren der Standortplanung, die vor allem die Anzahl und Standorte der Depots bestimmen. Diese Verfahren beachten jedoch nicht, da? die Standortentscheidungen die Touren im Fl?chenverkehr und damit dessen Kosten betreffen, sondern unterstellen Stichfahrten vom Depot zu jedem einzelnen Kunden. Der komplizierte Zusammenhang zwischen der sehr langfristigen Standortplanung der Depots und der sehr kurzfristigen Tourenplanung ist Gegenstand der vorliegenden Schrift. Da eine simultane L?sung ?ber beide Planungsebenen weder sinnvoll noch praktikabel ist, stellt sich der Verfasser die Aufgabe, die Auswirkung von Standortentscheidungen auf die Kosten der Tourenplanung durch eine Approximation zu erfassen, die dann in ?blichen Verfahren der Standortplanung verwendet werden kann. Diese noch kaum untersuchte Problemstellung ist von gro?er Bedeutung fiir die Gestaltung von G?terverkehrsnetzen und besonders nach der Aufhebung der amtlichen G?terverkehrstarife aktuell, da nun die tats?chlichen Kosten der einzelnen Touren ma?geblich sinls˝