Der Autor greift die vielschichtige Problematik des Bankeneinflusses auf und f?hrt vor dem Hintergrund der Unternehmensverfassung und der Interessenlagen der Akteure eine mikro?konomische Analyse durch.Dissertation Universit?t Mannheim 1996Die vorliegende Arbeit greift eine Fragestellung auf, die in der wirtschaftspolitischen Diskussion in Deutschland seit vielen Jahren einen Schwerpunkt bildet: das Verh?ltnis von Banken zu Industrieunternehmen. In der empirischen Forschung wurde dieses Thema trotz seiner ordnungspolitischen Bedeutung bislang kaum aufgegriffen. Ein Grund hierfiir ist sicherlich die Komplexit?t der Fragestellung, die Aspekte der Corporate Governance, der Bankbetriebslehre, der Theorie und Praxis der Unternehmenskontrolle, der Finanzinter? mediation sowie der ?konometrie in sich vereinigt. Die Frage, wie die Rolle der Banken in Deutschland zu beurteilen ist, mu? vor dem Hinter? grund des hiesigen Finanzsystems und der deutschen Unternehmensverfassung gesehen werden. Angesichts der wachsenden Internationalisierung der Wirtschaft gewinnen diese Themenbereiche an Relevanz. Beispielhaft sei auf die Zur?ckhaltung ausl?ndischer institutioneller Anleger am deutschen Aktienmarkt verwiesen, die ihr Verhalten in der Regel mit M?ngeln des hiesigen Corporate Governance-Systems begr?nden. Die vorliegende Arbeit liefert zu den genannten Themenkreisen einen wichtigen Beitrag, indem eine umfangreiche mikro?konomische Analyse des Verh?ltnisses von Banken zu Industrieunternehmen durchgef?hrt wird. Besondere Beachtung verdient hierbei die empirische Untersuchung der Bankeinflu?potentiale und der Relation dieser Potentiale mit dem Erfolg und der Finanzierung von Aktiengesellschaften aus der Industrie. Es werden Zusammenh?nge deutlich, die sich sowohl in Jahresabschlu?kennzahlen als auch in der B?rsenperformance niederschlagen. Ein weiteres zentrales Ergebnis ist, da? die einzelnen Einflu?potentiale unterschiedlich einzusch?tzen sind. Bemerkenswert ist ferner, da? die Einls