Die Tatsache, da? mit Wasser angemachte breif?rmige Mischungen von ge? l?schtem Kalk und Zuschlagstoffen wie etwa Sand nach dem Austrocknen all? m?hlich fest werden und dann dauernd fest bleiben, war schon den Kulturv?lkern des Altertums bekannt. Von den Karthagern ?bernahmen die Griechen und von diesen wieder die R?mer die Kunst des Kalkbrennens und der Herstellung von Kalkm?rteln. Die Frage nach der Ursache der Erh?rtung von Kalkm?rteln wurde schon sehr fr?h gestellt. Der zur Zeit C?sars und Augustus' in Rom wirkende Architekt VITRUVIUS POLLIO versuchte in seinem Werk ?De architectura? eine Erkl?rung zu geben, aber weder ihm noch den mittelalterlichen Alchimisten ge? lang es, die Vorg?nge richtig zu deuten oder zu erkennen. Wir wissen heute, da? die Erh?rtung von Baukalkm?rteln je nach ihrer stofflichen Zusammensetzung nach zwei ganz verschiedenen Reaktionswegen verlaufen kann und unterscheiden zwischen einer hydraulischen und einer karbonatischen Er? h?rtung. Die hydraulische Erh?rtung ist besonders ausgepr?gt bei hochhydrau? lischen Kalken und bei Zementen. Der vorliegende Forschungsbericht befa?t sich ausschlie?lich mit der karbonatischen Erh?rtung und speziell mit den bei ihr statt? findenden Kristallisationsvorg?ngen im M?rtel. Bevor eine Begr?ndung f?r diese mineralogische Betrachtungsweise eines baustoffkundlichen Problems ge? geben wird, erscheint es angebracht, kurz die bisherige Entwicklung der Kennt? nisse auf dem Gebiet der karbonatischen Erh?rtung aufzuzeigen.1. Einf?hrung.- 2. Die chemischen Reaktionen bei der karbonatischen Erh?rtung.- 3. Lichtmikroskopische Untersuchungen von CaCO3-Pr?paraten.- 4. Untersuchungen von M?rteld?nnschliffen und Vergleiche der Kalk-m?rtel mit ?hnlichen nat?rlichen Gesteinen.- 5. Elektronenmikroskopische Untersuchung von M?rtelbruchfl?chen.- 6. Schlu?folgerungen aus den Untersuchungsergebnissen.- 7. Literaturverzeichnis.- 8. Verzeichnis der Abbildungen.