Die Frage nach der Bestimmung der Figurengestaltung wird in zahlreichen Werkinterpretationen in Zusammenhang mit dem Terminus ,Identit?t gebracht, auch wenn die Figurengestaltung theoretisch sehr unterschiedlich aufgefasst und unter dem Begriff ,Identit?t eine reiche Palette an Bedeutungen gemeint ist. Wie l?sst sich die Figurengestaltung in fiktionalen Texten bestimmen und wie l?sst sich die Identit?t der Figur aus erz?hltheoretischer Sicht erfassen? Ein ?berarbeiteter Figurenbegriff und ein daraus folgendes entwickeltes Beschreibungsmodell werden in der vorliegenden Studie entworfen, um verschiedene Arten der Figurengestaltung zu systematisieren und zu kategorisieren sowie vielf?ltige Identit?tsph?nomene aus narratologischer Perspektive f?r den erz?hltheoretischen Diskurs nutzbar zu machen. Der zweite Fokus besteht in der direkten Anwendbarkeit des erarbeiteten Figurenmodells, d. h. in dem Nachweis davon, dass sich die erstellten Kategorien dazu eignen, die Komplexit?t der narrativen Konstruktion der Figurenidentit?t und die Vielf?ltigkeit der Identit?tsentw?rfe neu zu verdeutlichen, neu zu interpretieren und ggf. auch aus einer literaturhistorischen Perspektive neu zu verorten. Gegenstand sind fiktionale Erz?hlungen aus einer Literatur, die sich selbst intensiv mit einem besonderen Figurenbild und einer ebenso interessanten Figurenidentit?tsproblematik auseinandersetzt, n?mlich die oppositionelle Literatur der DDR.
I. Einleitung.- 1. Problemstellung und Zielsetzung.- 2. Forschungsstand.- II. Entwicklung eines ,integrativen Modells zum Ph?nomen der Figur: ,die Identit?t der Figur.- 3. Identit?t als literaturwissenschaftlicher Begriff.- 4. Die Identit?t der Figur aus narratologischer Sicht: Elemente des discours.- 5. Die Identit?t aus philosophischer Sicht: Weiterentwicklung der Figurenidentit?t auf Basis der ph?nomenologischen Philosophie.- 6. Die Identit?t der Figur aus der Sicht der