Der Band versammelt Forschungsmanuskripte Edmund Husserls aus zwei Jahrzehnten, in denen er das bis heute auf die Sozialwissenschaften wirkende Konzept der Lebenswelt detailliert entwickelt. In den deskriptiven Analysen zu den Dimensionen und Strukturen der Lebenswelt geht er weit ?ber die programmatischen ?u?erungen in seiner Krisis -Abhandlung hinaus. Die Texte bieten wichtige Struktureinsichten in die allgemeinste Verfassung der Welt und sind daher f?r alle Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften von Nutzen.
Texte aus dem Nachlass (1916-1937)
In den im vorliegenden Band versammelten Forschungsmanuskripten erh?lt Husserls in der Krisis-Abhandlung skizziertes Projekt einer Wissenschaft von der Lebenswelt die Gestalt ausf?hrender Arbeit. In detaillierten deskriptiven Analysen werden wesentliche Dimensionen und Strukturen der Lebenswelt zur Sprache gebracht sowie die sinnbildenden aktiven und passiven Leistungen untersucht, in denen sich das Sinngebilde einer jeweils geltenden Lebenswelt als Totalerwerb einzelsubjektiver und intersubjektiver Erfahrung und Praxis konstituiert. Schwerpunkte von Husserls Analysen sind die Horizontstruktur der Welterfahrung, die Vorgegebenheit als prim?re Gegebenheitsweise der Lebenswelt, ihre Orientierungsstruktur, die Lebenswelt als personale Welt der Praxis, Struktur und Genesis der Weltapperzeption, die eigent?mliche Apodiktizit?t des Seins der Welt, die Bedeutung der Normalit?t f?r die Konstitution einer intersubjektiven Welt sowie das Verh?ltnis der vielen subjektiv-relativen Umwelten zu der einen als an sich seiend vermeinten Welt.
Mit seinen zahlreichen aus zwei Jahrzehnten stammenden, nach sachlichen Gesichtspunkten angeordneten Texten bietet der vorliegende Band eine notwendige Erg?nzung zu den ?berwiegend programmatischen und methodologischen ?u?erungen Husserls zur Lebenswelt in der Krisis-Abhandlung (Husserliana VI) und zu dem auls0