Florian Nieser zeigt in diesem Buch den interpretatorischen Mehrwert von uneindeutigen Zeichen auf, die Irritationen und Ambivalenzen produzieren. Ausgehend vom Blickwinkel eines informierten zeitgen?ssischen Rezipienten des
Willehalm und der
Bataille dAliscans werden die zentralen Figuren Willehalm/Guillelme und Rennewart/Rainouart als wandelnde Zeichenkomplexe gelesen. (A-)semiotische und machtkommunikative Handlungsdimensionen gewinnen zusammen mit der ?u?eren Codierung der Figuren an Deutungsgewicht und stellen deren Lesbarkeit ins Zentrum der Analysen. Dieser Ansatz erm?glicht eine eindeutige Lesart der hybriden Rennewartfigur und erlaubt es, vermeintlich widerspr?chliche Taten Willehalms in neue Sinnzusammenh?nge zu ?berf?hren.
Zeichenreferentielle Schwierigkeiten des metonymischen Erz?hlens.- Lesbarkeit von Zeichen als Analyseinstrument.- Der Tod Arofels Wie eine Bitte um Gnade zur Beleidigung werden kann.- Munleun Die Facetten der Lesbarkeit Willehalms.- Die Lesbarkeit Rennewarts Entwicklung der Figur oder zeichenhafte Enth?llung ihrer Anlage?
... Die Lesbarkeit von Helden ist ein ambitioniertes Werk und hinsichtlich seiner Inblickname verschiedener Texte und verschiedener Heldenfiguren interessant und lesenswert. Die dargebotene Argumentation wird durch Textbelege verdeutlicht und durch das Heranziehen relevanter Sekund?rliteratur fundamentiert ... (J?rg F?llgrabe, in: literaturkritik.de, 31. Oktober 2022)
Dr. Florian Nieser promovierte bei Prof. Dr. Anna M?hlherr im Fach Germanistische Medi?vistik an der Eberhard Karls Universit?t T?bingen. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind semiotische Codierungen von Heldenfiguren (h?fischer Roman, Heldenepik), Dingsemiotik, Game Studies sowie Transmedialit?t.
Florian Nieser zeigt in diesem Buch den interpretatorischen Mehrwert von uneindeutigen Zeichen auf, die l“+