Wo etwas Sch?nes zum Dasein gelangt, stellt es sich stets als das Produkt zweier einander entgegengesetzten, aber mit einander in Wechselbeziehung stehenden Faktoren dar, n?mlich einerseits eines schauenden, empfindenden Subjekts, welches als solches der idealen Welt angeh?rt, andererseits eines geschauten, empfundenen Objekts, das als solches in der realen Welt wurzelt; ja genau genommen ist das Sch?ne ebene nichts Anderes als die zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Idealem und Realem hin- und herwogende lebendige Str?mung, in welcher die Differenz beider dergestalt ?berwunden wird, da? dieselben inmitten ihres gegens?tzlichen Verh?ltnisses als Eins und in dieser Einheit als Inbegriff alles Idealen und Realen, kurz als das unbedingte, mangellose Sein empfunden werden. [...] Adolf Zeising, der vor allem als Begr?nder und Verbreiter der Lehre vom Goldenen Schnitt bekannt geworden ist, beschreibt in seinem vorliegenden Werk seine ?sthetischen Forschungen. Einleitend gibt er eine ?bersicht der fr?heren Systeme. Er schreibt ?ber das Sch?ne ?berhaupt, das Komische, das Tragische, das Reizende und vieles mehr.