Torsten Briegel entwickelt einen institutionen?konomischen Theorierahmen, innerhalb dessen Whistleblowing hinsichtlich seiner Funktionalit?t rekonstruiert werden kann. Es wird gezeigt, welche Chancen sich Unternehmen durch die Einrichtung von internen Whistleblowing-Systemen bieten und welche formellen und informellen Bedingungen zur gelingenden Umsetzung eines solchen Vorhabens zu beachten sind.Globalisierung und Digitalisierung haben Unternehmen eine F?lle neuer M?glichkeiten weltweiter Kooperation und effizienterer Wertsch?pfung er?ffnet. Doch damit einher ging auch eine Intensivierung der Diskussion um die Verantwortung von Unternehmen. Sieht man von der zwar verbreiteten, aber verfehlten Interpretation ab, nach der Unternehmensverantwortung prim?r in einem (wohlt?tigen) gesellschaftlichen Engagement jenseits des Kerngesch?fts gesehen wird, zeigt sich immer deutlicher, dass der Fokus dieser Verantwortung die Vermeidung oder ggf. m?glichst raschen Bew?ltigung von Konflikten zwischen Gewinnerzielung und Verletzung legitimer Interessen von Stakeholdern (z. B. durch Korruption, Umweltverschmutzung, Unterbietung von Sicherheitsstandards etc.) zu sehen ist. Im Zusammenhang mit einer Reihe teilweise sehr prominent gewordener Konfliktf?lle und den daraus resultierenden gesetzlichen Regulierungen wie dem Sarbanes-Oxley Act in den USA sind in den letzten Jahren viele Unternehmen dazu ?bergegangen, den damit verbundenen Risiken mit stark formalisierten Compliance-Programmen entgegenzuwirken. Ein f?r die Um- und Durchsetzung dieser Programme noch vergleichsweise selten genutztes Mittel ist die systematische Einbindung der Mitarbeiter zur Aufdeckung illegalen oder illegitimen Verhaltens. Diese besitzen aufgrund ihrer Position bzw. T?tigkeit meist sehr fr?hzeitig Informationen ?ber Missst?nde, problematische Praktiken, Prozessschw?chen usw.Begriffsdefinition Whistleblowing; Methodik; Status quo des unternehmensinternen Umgangs mit Whistleblowing; ?konomische Vorteilhaftigl£j