Die Europ?ische Union ist ein neuartiger supranationaler Herrschaftsverband. Au?erhalb dieses Rechts- und Institutionenraumes gibt es keine europ?ische Gesellschaft. So die Grundannahme dieses Bandes. Wie Europa als politische Einheit zu denken sei, in welcher Verfassungsgestalt und in welchen Grenzen, das bestimmen heute exklusiv die zentralen EU-Organe und deren Funktionseliten. Parallel zur institutionellen Machtentfaltung des supranationalen Systems etablierte sich das Gro?projekt der europ?ischen Integration auch kognitiv als politisches Erfolgsmodell ohne Alternativen.
Auf dem Feld der politischen wie der gesellschaftlichen Ordnungsbildung hat der Nationalstaat sein bisheriges Deutungs- und Definitionsmonopol weitgehend eingeb??t. Damit sind die Grundkategorien gesellschaftlicher Integration - Demokratie, B?rokratie, Inklusion und Exklusion, kollektive Identit?t, soziale Ungleichheit sowie der Gesellschaftsbegriff selbst im europ?ischen Raumbezug grunds?tzlich neu zu bestimmen. Maurizio Bachs Analysen nutzen das theoretisch-analytische Instrumentarium der politischen Soziologie und insbesondere der soziologischen Institutionenanalyse f?r eine kritische Beobachtung der transnationalen Herrschaftsstrukturen, der ihnen zugrunde liegenden Machtverh?ltnisse und institutionellen Dynamiken. Dazu geh?rt auch, die ideologische Selbstbeschreibungen des herrschenden europ?ischen Systems und deren Mythen sowie Illusionen zum Gegenstand soziologischer Reflexion zu machen.
Kritik der europ?ischen Gesellschaft.- Marktintegration ohne Sozialintegration.- Die europ?ische Einigung in institutionensoziologischer Perspektive.- Die Zukunft der Demokratie in der Europ?ischen Union.- Die EU als b?rokratischer Herrschaftsverband.- Restrukturierung der territorialen R?ume in Europa.- B?rgerrechte und soziale Exklusion im europ?ischen Migrationsraum.- Soziale Ungleichheit in europ?ischer Perspektive.- Kritik der europ?ischen Identit?t.- Die Eurol(