Die Metallgesellschaft geriet Ende 1993 durch ?ltermingesch?fte in eine existenzbedrohende Liquidit?tskrise. Georg Kniese fa?t die seitdem gef?hrte Diskussion um den Fall Metallgesellschaft kritisch zusammen und gibt einen chronologischen ?berblick der Krise.Die existenzbedrohende Krise der Metallgesellschaft, eines traditionsreichen deutschen Gro?unternehmens, war in erster Linie auf sehr hohe Verluste zur?ckzufiihren, die im ?lter? mingesch?ft an der New Yorker Terminb?rse NYMEX aufgelaufen waren. Die Gesellschaft hatte die dort gehandelten eher kurzfristigen Kontrakte eingesetzt, um damit ihre Verpflichtungen aus neuartigen langfristigen Vertr?gen mit den Abnehmern ihrer Produkte abzusichern. Die Tatsache, da? diese Verluste im Zusammenhang mit Warentermingesch?ften bzw. als direkte Folge daraus entstanden, hat die Diskussion um den Nutzen und die Gefahren derivativer Kontrakte erneut entfacht. Die Meinungen stehen sich in dieser Auseinandersetzung zum Teil sehr kontr?r gegen?ber, so da? sich der neutrale Beobachter ohne weitere detaillierte Information keinen fundierten ?berblick ?ber die Problemstellung verschaffen kann. Dies ist als schwerwiegendes Problem zu betrachten, da funktionierende M?rkte fiir Derivate wertvolle Hilfe zu einem effizienteren und kosteng?nstigeren Risikomanagement leisten k?nnen, sofern die dort gehandelten Instrumente in Unternehmen und in der Gesellschaft allgemein als prinzipiell nutzbringend angesehen werden. Die vorliegende Ver?ffentlichung von Georg Kniese will bez?glich des Falls der MetalIgesell? schaft genau den eben geschilderten Informationsmangel beheben oder zumindest lindern. Sie setzt dabei an verschiedenen Stellen an. Zun?chst enth?lt sie eine genaue chronologische Darstellung der Vorg?nge. Diese ist fiir ein fundiertes Verst?ndnis der Gesamtheit der Vorg?nge naturgem?? unverziehtbar. Desweiteren werden aber auch die innovative Gesch?ftsstrategie der Metallgesellschaft sowie die dahinterste? henden Annahmen bez?glich delù