Die permanente Wechselwirkung zwischen Gesellschaft und Soziologie ist neu zu gestalten. Angesichts der gegenw?rtigen kulturellen und technologischen Umbr?che und politischen Transformationen erscheinen die traditionellen Arrangements gesellschaftlicher Integration und Konsensbildung am Ende des 20. Jahrhunderts zur Disposition zu stehen. Dies n?tigt nicht nur dazu, zeitgem??e theoretische und analytische Instrumente zu entwickeln, sondern skizziert gleichzeitig den Reflexionsraum, innerhalb dessen sich die Soziologie zu Beginn des neuen Jahruhunderts entwickelt. Entlang der Themen Theorie und Gesellschaft, Soziale Ungleichheit in der Marktgesellschaft und Facetten der Zivilgesellschaft umreisst der Band die Konturen einer zeitgem??en Soziologie und repr?sentiert deren Analyse- und Diagnosef?higkeit.
Unter dem Eindruck der Milleniumsbilanzen und -voraussagen fand im Mai 2000 im Wissenschaftszentrum Berlin eine Tagung mit dem herausfordern? den Titel ,,Perspektiven der Soziologie im 21. Jahrhundert statt. Alle Teil? nehmer der Tagung sind in diesem Band vertreten; zus?tzlich konnten noch erg?nzende Beitr?ge eingeworben werden. Idee und Konzeption der Tagung wurden gemeinsam mit Studenten und Studentinnen der Soziologie an der Humboldt-Universit?t Berlin im Rahmen eines Kolloquiums entwickelt. Der Ansto? dazu kam von Studenten, die ihren Eindruck, dass sich ihr Studien? fach in einer Zeitenwende befindet, sich neue Perspektiven, Themen und theoretische Zug?nge abzeichnen, konkretisieren und verifizieren wollten. Sie ist somit auch ein Produkt der Lehre. Es scheint sich im Erfahrungsraum der n?chsten Generation schon einiges von dem abzulagern, was in diesem Band noch als Erwartungshorizont beschrieben wird. Wenn der Band dazu beitr?gt, die Linien der zuk?nftigen Soziologie deutlicher zu zeichnen, dann h?tten wir - Lehrende wie Studierende - erreicht, was wir uns vorgenommen hatten.Deutsche Soziologie im Umbruch. Eine Momentaufnahme in systematischelsv