Anhand von Ergebnissen psycholinguistischer Experimente zur Verarbeitung ambiger deutscher Frages?tze wird gezeigt, da? die fr?here Auffassung ?ber den menschlichen Parser als einem reinen Ausf?hrungsinstrument der Grammatik im Kern richtig war - wenn auch nicht im Sinne jener r?ckw?rts laufenden Grammatik , die weder empirisch nachgewiesen werden konnte noch konzeptuell logisch war. Durch den Paradigmenwechsel von einer derivationellen zu einer repr?sentationellen Grammatiktheorie ist die R?ckf?hrung der beobachteten Subjekt-Objektasymmetrien bei der Sprachverarbeitung auf grammatische Prinzipien wieder m?glich, was die Wiederaufnahme der These eines transparenten Zusammenhangs von Kompetenz und Performanz erlaubt.Inhalt: Einleitung - Sprache und der Gebrauch von Sprache - Die Rektions- und Bindungstheorie - Spracherwerb - Das menschliche Sprachverarbeitungssystem - Filler-gap dependencies - Die Verarbeitung von Subjekt-Objektambiguit?ten bei wh-Extraktionen - Allgemeine Diskussion - Schlu?bemerkungen.Hildegard Farke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl f?r Allgemeine Linguistik der Universit?t Passau.Springer Book Archives