Der Autor vergleicht verschiedene sprachliche Instruktionsformen mit konzeptuellen Strukturen und leitet daraus bestimmte Regeln ab, die zu Aktivit?tsschemata als Planungsressourcen f?hren k?nnen.Habilitation Universit?t Bielefeld 19961. 1 Gegenstand Handlungsanweisungen stellen in zweifacher Hinsicht einen Untersuchungsgegenstand von besonderem Interesse dar. In linguistischer Hinsicht lassen sich Anweisungen als der einzige Typ von sprachlichen ?u?erungen verstehen, deren Auswirkungen sich ge? w?hnlich unmittelbar nachvollziehen lassen und somit Aufschlu? dar?ber erlauben, in welcher Weise sie verstanden worden sind. Das Verhalten des Angewiesenen kann al? so wie ein Kontrollmechanismus genutzt werden, um die angenommene Bedeutungs? struktur einer Anweisung zu ?berpr?fen. In technischer Hinsicht lenken Anweisungen den Blick auf das grundlegende Problem, wie es zu bewerkstelligen ist, da? intelli? gente technische Systeme - im folgenden prototypisch Roboter - einerseits in ihrem Einsatzbereich autonom agieren k?nnen, andererseits aber von Menschen gesteuert werden k?nnen, ohne die Eigenschaft der Autonomie zu verlieren. Die folgenden ?berlegungen durchzieht leitmotiv artig die ?berzeugung, da? nur eine ad?quate Analyse von Anweisungen bei gleichzeitiger Ber?cksichtigung beider Aspekte m?g? lich ist. Wenn es aus linguistischer Sicht um das spezifische Verst?ndnis einer Anweisung durch einen Angewiesenen geht, so stellen sich Fragen zur Bedeutung, zur Verarbei? tung und zur Form von Anweisungen. Die Untersuchung baut auf einer konzeptuellen Theorie der semantischen Repr?sentation auf, die - anders als es bei Arbeiten im Be? reich der modelltheoretischen Semantik ?blich ist - eine explizit agentenbezogene Grundlegung erf?hrt. In semantischer Hinsicht kann deshalb auch von einer subjekti? vistischen Grundlegung der Bedeutung von Handlungsanweisungen gesprochen wer? den, die auf der Basis einer gr?ndlichen ?berpr?fung der Leistungsf?higkeit eines verbreiteten Semantik-FlSX