Die Verrohung der Debattenkultur in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, YouTube und Twitter ist vor einiger Zeit in der breiten ?ffentlichkeit angekommen und bietet nach wie vor viel Anlass f?r Diskussionen. Vorl?ufiger H?hepunkt in der Debatte um einen effektiven Umgang mit sog. Hasskriminalit?t stellt das Netzwerkdurchsetzungsgesetz dar, das erstmals konkrete Beschwerdeverfahren f?r soziale Netzwerke vorsieht - und bei einem Versto? mit einem hohen Bu?geld droht. Diese Arbeit geht der Frage nach, ob das Netzwerkdurchsetzungsgesetz das richtige Instrument ist, um Hasskriminalit?t in sozialen Netzwerken effektiv zu begegnen. Dabei erkl?rt die Autorin zun?chst, warum die zivilrechtliche Inanspruchnahme von Verfasser*innen rechtswidriger Inhalte sowie die Strafverfolgung oftmals an ihre Grenzen sto?en und aus diesem Grund eine Inanspruchnahme der sozialen Netzwerke unumg?ngiglich ist. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass das Netzwerkdurchsetzungsgesetz und seine Novelle zwar ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sind, allerdings nach wie vor gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht.
Einf?hrung und Problemaufriss.- Ziel der Untersuchung.- Gang der Untersuchung.- Zivilrechtliche Verantwortlichkeit.- Zivilrechtliche Rechtsdurchsetzung.- Strafrechtliche Verantwortlichkeit.- Strafrechtliches Ermittlungsverfahren.- Zusammenfassende Betrachtung.- Die materiell-rechtliche Verantwortlichkeit.- Die Versch?rfung der Verantwortlichkeit sozialer Netzwerke durch das NetzDG.- Zusammenfassende Betrachtung.
Sandra Niggemann ist gegenw?rtig Rechtsreferendarin am Kammergericht Berlin und hat unter anderem eine Ausbildungsstation im Bundeskanzleramt absolviert. Sie hat am Institut f?r InlÃO