Die in diesem Band versammelten Arbeiten gehen von der These aus, da? Psychotherapie und Psychoanalyse sich im Medium von Interaktion abspielen und Handeln und Behandeln wechselseitig aufeinander bezogene Formen der Beeinflussung sind. Mit dieser interaktiven Auffassung der therapeutischen Situation wird sowohl an versch?ttete Traditionen der Psychoanalyse angekn?pft, wie auch eine eigene Analyseebene markiert, die an entwickelte Forschungsmethoden und Begriffe von Interaktion in den Sozialwissenschaften anschlie?en kann.Die Beitr?ge verdeutlichen, da? 'therapeutische Interaktion' ein eigenes Untersuchungsfeld f?r Forschungsbem?hungen ist, die qualitativer methodischer Verfahren bed?rfen und damit zu aktuellen Fragestellungen ma?geblich beitragen k?nnen.Einleitung - Die besondere Wissensform der Psychoanalyse: Wissenschaftshistorische Anmerkungen zum Junktim zwischen Heilen und Forschen in der Freudschen Psychoanalyse - Innovative Strategien qualitativer Sozialforschung im Bereich der Psychotherapie - Psychotherapeutische Interaktion: Aspekte qualitativer Proze?forschung - Die problematische Beziehung zwischen Psychotherapeuten und Psychotherapieforschung - Triaden als heuristische Einheiten f?r die Psychotherapieforschung - Versperrter Einstieg in den Dialog. Eine erz?hlanalytische Studie - Psychoanalytiker interpretieren 'das Gespr?ch, in dem die psychoanalytische Behandlung besteht' - Objektiv-hermeneutische Analyse einer Sequenz aus der 14. Stunde einer psychoanalytischen Kurztherapie - Die Erforschung der Krankheitsverarbeitung unter psychoanalytischer Perspektive: Am Beispiel der Analyse subjektiver Krankheitstheorie - Die Rolle der Metapher in der Konstruktion einer psychotischen Biographie.Dr. phil., Dr. disc. pol. Dipl.-Psych. Michael B. Buchholz ist Leiter der Forschungsabteilung des Krankenhauses Tiefenbrunn - Klinik f?r Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychiatrie des Landes Niedersachsen und Privatdozent f?r Medizinische Psychologie am Facl³.