Zentraler Ausgangspunkt des vorliegenden Bandes ist die Erschlie?ung eines weitgehend unerschlossenen Themenfeldes der deutschsprachigen Soziologie: der gartensoziologische Forschungszweig. Von Interesse sind hierbei die Manifestation der Sinnzuschreibungen in der privaten Hausgartengestaltung in der Bundesrepublik Deutschland sowie die jeweiligen,
mit diesen Sinnzuschreibungen verkn?pften Legitimationsstrategien.
Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Wendepunkte und Krisen wird der private Garten als Ort der Selbstbestimmung und Freiheit, als Natur und Familienidyll oder Raum technischer und kultureller Lebenswelten gedeutet. Dabei verh?lt sich seine Konstruktion keineswegs immer analog zum gesellschaftlichen Orientierungsrahmen. Vielmehr steht sie in einem fortw?hrenden Spannungsfeld zum Nicht-Garten jenseits des Gartenzauns, vor dem es die eigenen Errungenschaften zu sch?tzen gilt. Die Komplexit?t g?rtnerischer Sinnzuschreibung vereint vielschichtige heterotope Gegens?tze wie Kultur und Natur oder weltliche Gestaltung und paradiesische Idee und positioniert sich dabei stets neu zwischen ?ffentlichkeit und Privatheit, b?rgerlichen Traditionen und postmodernen Idealen.
Sinnzuschreibungen in G?rten und in der Typologie privater Hausgartengestaltungen.- Konstruktion von Typen und der Typologie privater Hausgartengestaltungen.- Die Typen des homo hortulanus.
Christina Waldeyer ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut f?r Soziologie der Technischen Universit?t Darmstadt.
Zentraler Ausgangspunkt des vorliegenden Bandes ist die Erschlie?ung eines weitgehend unerschlossenen Themenfeldes der deutschsprachigen Soziologie: der gartensoziologische Forschungszweig. Von Interesse sind hierbei die Manifestation der Sinnzuschreibungen in der privaten Hausgartengestaltung in der Bundesrepublikls1