Die bisherigen Debatten um Intersectionality haben gezeigt, dass sich eine kontextunabh?ngige Definition von Intersektionalit?t nicht angeben l?sst. Dar?ber hinaus bezeugt das ungebrochene Interesse an dieser Debatte, dass es eines kritischen Reflexionsinstrumentes von Ungleichheit und Differenz in Wissenschaft und Politik bedarf. Was also ist das Verh?ltnis von Intersektionalit?t und Kritik respektive kann Intersektionalit?t kritisch sein? Dieser Band behandelt die Frage in dreierlei Hinsicht: Erstens wird Intersectionality im Spannungsfeld von wissenschaftlichen und politischen Praktiken analysiert. Zweitens wird Intersectionality als Methodenreflexion, das hei?t als Kritik an herk?mmlichen Methoden der jeweiligen Disziplinen, pr?sentiert. Drittens werden Ans?tze diskutiert, die Intersectionality als kritisches Instrument f?r die Reflexion von Geschichte und Gesellschaft fruchtbar machen.Mit Beitr?gen von Cornelia M?ser, Thomas Beaubreuil, Jana Tschurenev, Christine Kley, Manoucheka Celeste u.a.Intersektionalit?tsforschung in Deutschland, Frankreich und den USA
Vera Kallenberg (TU Darmstadt/EHESS Paris, Centre Marc Bloch Berlin) forscht zur deutsch-j?dischen Geschichte um 1800.
Jennifer Meyer (Universit?t Erfurt, ENS de Lyon) forscht ?ber den rassenfeministischen Diskurs in Deutschland im 20. Jahrhundert.
Johanna M. M?ller (HU Berlin) arbeitet zu normativer Sozialphilosophie und Kosmopolitismus.
Der Band behandelt Intersektionalit?t als theoretische Frage und als empirische Problemstellung. Vorgeschlagen wird ein kritisches Konzept von Intersektionalit?t, das die Konstitution und Interdependenz von Differenz und Ungleichheit als Ergebnis verwobener, oft widerspr?chlicher historischer, sozialer und politischer Prozesse bzw. interagierender sozialer und symbolischer Praktiken begreift. Bisherige Ans?tze aus Frankreich, Deutschland und den USA werden auf ihre Brauchbarkeit f?r eine kritische Wissenschaft ausgellÃ"