Das Buch gibt einen Einblick in die Entwicklung eines Marktes in und
um die deutsche Rechtsmedizin. Seit die Aufmerksamkeit der Medien
eine W?hrung ist, konkurrieren auf diesem Markt unterschiedliche
Akteure miteinander. Diese Entwicklung geht auf Fernsehsendungen ?ber
Verbrechensaufkl?rung und Rechtsmedizin zur?ck und umfasst mehr als
den im US-amerikanischen Diskurs postulierten CSI-Effekt. Dieser
erkl?rt den Zusammenhang zwischen Fernsehsendungen wie _CSI: Las
Vegas_ und dem Verhalten von Geschworenen vor Gericht und dem
Interesse der ?ffentlichkeit an Gerichtsmedizin. Dabei ger?t aus dem
Blick, dass die Sendungen in ihren Darstellungen ?ber die Wirkmacht
rechtsmedizinischer Methoden nicht nur sehr unterschiedlich ausfallen
k?nnen, sondern dass auch die Folgen dieser medialen Darstellungen
vielf?ltige gesellschaftliche Entwicklungen ansto?en.
CSI & Co als mediatisierte Form der Governance?.- CSI und das Feld der deutschen Rechtsmedizin.- Innere und ?u?ere Sicherheiten. Mediales Polizieren am Beispiel des Diskurses ?ber Afghanistan-Heimkehrer.- Crime Scene do not Cross - Eine hermeneutisch-wissenssoziologische Videoanalyse der Wissenssendung Quarks & Co.- Mord online - ?ber tatort+ und die Aktivierung des Zuschauers.- Weshalb und wozu braucht man einen korporierten Akteur?.- Dem Geld auf der Spur. Der forenesische Medienmarkt.& bietet erhellende Erkenntnisse in einem spezifischen gesellschaftlichen Feld, der Rechtsmedizin, und zu der Rolle der Massenmedien als Akteure, die einen Beitrag zur gesellschaftlichen Bedeutung der Rechtsmedizin leisten allerdings orientiert an den ?konomischen Kriterien des Marktes. (Prof. Dr. Lothar Mikos, in: tv diskurs, Jg. 21, Heft 2, 2017)
Dr. Carina Jasmin Englert lSQ