Rechte Gewalt, die in der Bundesrepublik Anfang der 1990er Jahre Konjunktur hatte und in den letzten Jahren abermals stark angestiegen ist, ist bis heute nur ?u?erst l?ckenhaft aufgearbeitet und wird k?nstlerisch kaum erinnert. Wenn ?berhaupt, herrschen T?terperspektiven im Rahmen eines rein wei?en Erinnerungsrahmens vor, die Stimmen der Opfer bleiben ungeh?rt. Ausgehend von der Beobachtung, dass mit der gesellschaftlichen Missachtung dieser Gewalt eine zweite Traumatisierung stattfindet, fragt der Band nach Formen, Leistungen und Defiziten der dokumentarischen wie fiktionalen Aufarbeitung rechter Gewalt in Literatur, Theater und Film. Die erz?hlenden K?nste werden in den untersuchten Beispielen sowohl auf ihren Beitrag zu dem beobachteten Missstand als auch hinsichtlich ihres Potentials zu dessen ?berwindung untersucht.
Mit Beitr?gen von Svea Br?unert, Anna Brod, Gabriele Fischer, Hans-Joachim Hahn, Matthias N. Lorenz, Jonas Meurer, Dan Thy Nguyen, Corinna Schlicht, Sebastian Schweer, Tanja Thomas, Fabian Virchow, Johanna Vollmeyer und Stefan Winterstein.
I Perspektiven in Forschung und Lehre.- II Der Terror der 1990er Jahre.- III Die Opfer des NSU erinnern.- IV Interview mit Dan Thy Nguyen.
Matthias N. Lorenz ist Professor f?r Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Komparatistik an der Leibniz Universit?t Hannover und Extraordinary Professor an der Stellenbosch University (SA).
Tanja Thomas ist Professorin f?r Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Transformationen der Medienkultur an der Eberhard Karls Universit?t T?bingen.
Fabian Virchow ist Professor f?r Politikwissenschaften, insbesondere Theorien der Gesellschaft und politischen Handelns, an der Hochschule D?sseldorf.
Rechte Gewalt hat nach 1945 eine Tradition, die lange marginalil£4