Jenseits von Wahrheit galt nichts f?r echt. Aus diesem Satz, mit dem Chri? stoph Dieckmann 1996 in der Zeit eine besondere ostdeutsche Affinit?t zur Ernsthaftigkeit im Umgang mit der Welt der Realit?ten beschreibt, spricht die ganze altmodische Suche nach unumst??licher Wahrheit in der alten DDR. Zugleich sieht Dieckmann im emphatischen Verh?ltnis zur Wahrheit auch eine spezielle Beziehung zu der Sprache, ?ber die sie vermittelt werden sollte, beschlossen: Sie h?tte in der DDR ?ffentliche Wahrheit und damit Freiheit verb?rgen k?nnen und m?ssen - Freiheit mu?te freie Sprache sein, ?ffentliche Wahrheit - aber sie habe es nur in Ausnahmef?llen getan. Des? halb auch konzentrierte sich der Widerstand in der DDR zu einem wesentli? chen Teil auf die Sprache: Opposition in der DDR war Widerstand der Sprache. (ebd.) Erhielt die Sprache ihre eigentliche Funktion, n?mlich Wahrheit ?ffentlich zu machen, zur?ck, so bewies derjenige, der sie so ge? brauchte, nicht nur seine Freiheit gegen?ber den herrschenden Zust?nden, sondern fand sich unversehens in der Opposition wieder.I. Koordinaten f?r die Besch?ftigung mit Frauenportr?ts und -protokollen in der DDR.- 1. ?ber die Reproduktion der Wirklichkeit in Texten: Grundlegendes zur Dokumentarliteratur.- 2. Erz?hlte Erinnerungen: Zur Analyse narrativer Interviews.- 3. August Bebel und die Frauen: Eine soziologische Bestandsaufnahme zur Situation der Frauen in der DDR.- 4. Weibliches Schreiben in der DDR? Positionen von Autorinnen im Kontext der DDR-Literatur.- II. Eine Scheinwelt wird geschrieben: Das Modell-Portr?t.- 1. Frauenbilder in Frauenzeitschriften der DDR.- 2. Die systematische Schaffung einer irrealen Welt: Das Modell Frauenportr?t in DDR-Frauenzeitschriften.- 2.1 Exemplarische Analyse eines typischen Portr?ts: Inge Kertzscher, Ernas lange Wege (F?r Dich 13/1978).- 2.2 Stilisierung und Vereinheitlichung der Realit?t in den Portr?ts.- 3. Ans?tze f?r einen Ausbruch aus dem Modell: Die Portr?ts Gisela Steineckerts und eilãí