Geschlechterungleichheiten bei Depressionen wurden in zahlreichen Studien dokumentiert. Die Lebensphase Alter findet in der bisherigen Forschung allerdings wenig Beachtung.
Diese Studie verfolgt auf Basis des Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) folgende Fragen: Wie verbreitet sind depressive Symptome in der ?lteren Bev?lkerung Europas? Sind Geschlechterunterschiede bei Depressionen ein universelles Ph?nomen ?ber Alters- und L?ndergrenzen hinweg? Inwiefern lassen sich Geschlechterunterschiede in der Pr?valenz von Depressionen auf Ungleichheiten in der Lebenslage im Alter zur?ckf?hren? Sind einzelne Risikofaktoren f?r Frauen relevanter als f?r M?nner und umgekehrt? Unterscheidet sich je nach Geschlecht, wie stark depressive Symptome nach einer Verwitwung ansteigen? Und k?nnen ausreichende finanzielle Mittel und ein intaktes soziales Netzwerk die psychische Belastung abmildern?
Die Analysen erfolgen aus einer l?ndervergleichenden Perspektive. Damit stehen nicht nur individuelle Einflussfaktoren im Fokus, sondern auch der sozialpolitische Kontext, woraus sich Ankn?pfungspunkte zur F?rderung der psychischen Gesundheit in Europas alternden Gesellschaften ableiten lassen.
Geschlechterunterschiede bei Depressionen in Europas ?lterer Bev?lkerung.- Erkl?rungsfaktoren f?r depressive Symptome im Geschlechter- und L?ndervergleich.- Depressive Symptome bei verwitweten Personen: Der Beitrag von Einsamkeit und reduzierten finanziellen Ressourcen.- Depressive Symptome bei verwitweten Personen: Die Rolle des sozialen Netzwerks
Die Autorin
Alina Schmitz arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl f?r Sozialstruktur und Soziologie alternder Gesellschaften an l2