Skandale sind zweifellos ein wichtiges Korrektiv innerhalb demokratischer Gesellschaften. Gleichzeitig kritisieren Sozialwissenschaftler den verst?rkten Einsatz von Skandalisierungen als Mittel im massenmedialen Aufmerksamkeitswettbewerb sowie beobachtbare Personalisierungs- und Boulevardisierungstendenzen der Berichterstattung, die langfristig zu dysfunktionalen Effekten in der Bev?lkerung wie einem ?berdruss an Skandalen, Abstumpfungseffekten und gesellschaftlicher Instabilit?t f?hren k?nnen. Die Autorin zeigt aufbauend auf einem strukturell-individualistischen Modell sowie leitfadengest?tzten Experteninterviews mit Journalisten verschiedener Mediengattungen und Ressorts, wie unterschiedliche interne und externe Bedingungen die Handlungsentscheidung von Journalisten in Skandalsituationen beeinflussen und wie Einzelhandlungen verschiedener Akteure in ihrer Aggregation zu unerw?nschten gesellschaftlichen Folgeeffekten f?hren k?nnen. Die Ergebnisse der Arbeit sollen zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen und negativen Folgeeffekten zunehmender medialer Skandalisierung durch eine Sensibilisierung der Akteure entgegenwirken.Einleitung.- Skandale und die Besonderheiten von medialen Skandalen.- Methodologischer Individualismus und Rational Choice Theorie.- Untersuchungsanlage.- Gruppendiskussion als explorative Voruntersuchung.- Handlungsanalyse Zusammenf?hrung von theoretischen Erkenntnissen und Expertenaussagen.- Triangulation.- Logik der Aggregation und die Erkl?rung sozialer Ph?nomene und Prozesse.- Gesamtfazit und Ausblick.Natascha Wehlisch (geb. Rother) hat das Studium der Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt Kommunikation an der Deutschen Sporthochschule K?ln sowie am Istituto Universitario di Scienze Motorie in Rom und die Promotion im Fach Kommunikationswissenschaft als Stipendiatin der Thomas und Ulla Kolbeck Stiftung abgeschlossen.
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