Ein Leben lang leidet der Mensch an der nie zu ?berwindenden Endlichkeit seiner Vernunft, die ihn heftig mit Fragen bedr?ngt, zu deren Beantwortung sie selbst gar nicht in der Lage ist. Im Blick auf den Versuch, dieses Paradoxon aufzul?sen, dass n?mlich einerseits das metaphysische Bed?rfnis der Vernunft zwar von dieser nicht aus eigener Kraft zufriedengestellt werden kann, andererseits aber diese Einsicht keineswegs ihr bohrendes Fragen zum Schweigen bringt, wird die Verf?hrung nachvollziehbar, das Kind mit dem Bade auszusch?tten und der Vernunft rundweg und grunds?tzlich eine tragf?hige lebens- und handlungsleitende Kraft abzusprechen. Gro?e Teile der Postmoderne sind von diesem tiefen Misstrauen, das den Abschied von aller Vernunft zu rechtfertigen scheint, gepr?gt. Die Alternative zu ihrer Verabschiedung im Aufweis der M?glichkeit ja Notwendigkeit von Metaphysik auch und gerade angesichts einer stets in ihrer Endlichkeit gefangenen Vernunft wird in diesem Buch gezeichnet.
Vom unabweislichen Bed?rfnis der Vernunft.- Zum Problem des Realismus.- Ausgew?hlte Leitfragen.- Metaphysik: ihr Sitz im Leben.- Grundz?ge einer Metaphysik der Gegenwart.- Schluss.... bemerkenswerten Bandes gegl?ckt ist, der sowohl die Vielschichtigkeit, Aktualit?t und wohl auch bleibende Bedeutung von Metaphysik illustriert. Die einzelnen Beitr?ge bewegen sich trotz mitunter epistemisch sehr unterschiedlicher Interessensausrichtung, Zugangsmodalit?t und Verst?ndnisweise des Sujets auf einem wissenschaftlich durchg?ngig sehr hohen Niveau ... Dies zeigt dieser Band sehr facettenreich wie ?berzeugend und stellt damit einen sehr begr??enswerten Beitrag in der gegenw?rtigen philosophischen Landschaft dar. (Matthias Scherbaum, in: Philosophischer Literaturanzeiger, Jg. 74, Heft 2, 2021)
Christoph B?hr ist Professor f?r Philosophie an der Hochschule Heiligenkreuz/Wien.
Ein Leben lang leidet der Mensch an der nie zlÃ0