Die Theorie der monet?ren und regulatorischen Risikomessung ist seit Beginn der 1990er Jahre wesentlichen Ver?nderungen unterworfen (Basel II). Mario Brandtner nimmt diese Entwicklungen zum Ausgangpunkt f?r entscheidungstheoretische Analysen, wobei im Grundsatz die folgenden beiden Themenbereiche behandelt werden: (1) Das bislang kaum diskutierte Konzept der Akzeptanzmengen. Eine Akzeptanzmenge enth?lt diejenigen finanziellen Positionen, die ein Regulierer ohne zus?tzliche Kapitalerfordernisse akzeptiert. (2) Der Autor zeigt auf, dass die charakteristischen Eigenschaften der Risikomessans?tze passend f?r regulatorische Fragestellungen sind, in den neuen Anwendungsbereichen jedoch zu restriktiven Handlungsempfehlungen f?hren. Charakteristischstes Beispiel ist hier sicher die Verm?gensaufteilung zwischen einer risikofreien und einer riskanten Geldanlage, bei der niemals diversifiziert, sondern stets ausschlie?lich riskant oder ausschlie?lich risikofrei investiert wird.
Dr. Mario Brandtner promovierte bei Univ.-Professor Dr. Dr. habil. Wolfgang K?rsten am Lehrstuhl f?r Finanzierung, Banken und Risikomanagement der Friedrich-Schiller-Universit?t Jena.
Als Reaktion auf die Schw?chen des Value-at-Risk-Konzeptes wurden in der Literatur axiomatische Risikomessans?tze als Alternative vorgeschlagen. Mario Brandtner charakterisiert die diesen Ans?tzen zugrunde liegenden Risikoverst?ndnisse und pr?sentiert Techniken zu deren Umsetzung bei der Festlegung konkreter Risikoma?e. Er zeigt weiterhin, dass diesen origin?r zu Regulierungszwecken konzipierten Risikoma?en eine restriktive Tendenz zu Randl?sungen innewohnt, wenn sie zur Identifikation optimaler Entscheidungen angewendet werden.
Finanzwirtschaftliche Anwendungen Risiko- und Pr?ferenzmessung
Als Reaktion auf die Schw?chen des Value-at-Risk-Konzeptes wurden in der Literatur axiomatische Risikomessans?tze als Alternative vorgeschlagen. Mario Brandtner charakterisiert die diesen Ans?tlƒ