Organisationaler Wandel wird in der Literatur meist aus einer Top-down-Perspektive heraus diskutiert, obwohl in der Unternehmenspraxis die Verantwortung f?r die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens in einer sich st?ndig ver?ndernden Umwelt h?ufig allen Mitarbeiternzugesprochen und daher erwartet wird, dass sie sich mit eigenen Ideeneinbringen, auf Fehler und Verbesserungspotenziale hinweisen und somit selbst zu Initiatoren von Ver?nderungsprozessen werden. Juliane Stahlgreift Mitarbeiterinitiativen als Ausgangspunkt f?r organisationalen Wandel auf und liefert eine umfassende und tiefgreifende organisationstheoretische Analyse von Bottom-up-Wandel. Zur Erkl?rung, wie mitarbeiterinduzierte Ver?nderungsprozesse erfolgreich durchgesetzt werden k?nnen, werden die Koalitions- bzw. Anreiz-Beitrags-Theorie herangezogen, wonach hierf?r notwendige Unterst?tzungsleistungen von den zu Beteiligenden nur dann erbrachtwerden, wenn sie von der Vorteilhaftigkeit ?berzeugt sind. Die vorgestellte anreiz-beitrags-theoretische Konzeption wird anschlie?end in ein agentenbasiertes Simulationsmodell ?berf?hrt und ihre Schl?ssigkeit belegt. Die Ergebnisse zeigen, dass es f?r erfolgreiche Ver?nderungsprozesse auf wandlungsf?rdernde Rahmenbedingungen und besondere Konstellationen der zu Beteiligenden ankommt, undlassen sich somit in konkrete Gestaltungsempfehlungen umsetzen.Grundlagen organisationaler Ver?nderungsprozesse.-?Anreiz-Beitrags-Theorie/Koalitionstheorie.-?Konzeption des Koalitionsgewinns und Spezifizierung der Anreiz- und Beitragssph?re.-?Multiagentensimulation des Koalitionsgewinns.
Juliane Stahl studierte Betriebswirtschaftslehre an den Universit?ten D?sseldorf und G?teborg und promovierte als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Unternehmensf?hrung/ Organisation bei Prof. Dr. Norbert Bach an der Technischen Universit?t Ilmenau.
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