Es geh?rt Mut dazu, etwas Neuartiges zu wagen: So gibt es in der Literaturwissenschaft zwar unterschiedliche Methoden, mit Texten umzugehen, aber eine psychologische ist weniger ?blich. Dieses Buch n?hert sich dem Thema der Selbstliebe, das in der begriffsgeschichtlichen und literaturwissenschaftlichen Forschung ausgiebig behandelt worden ist, mit eben dieser psychologischen Perspektive. Selbstliebe erscheint jahrhundertelang als buchst?blich zu verteufeln. Heute hingegen wird Selbstliebe als unabdingbar erachtet. Ihr Fehlen wird f?r eine Bandbreite an Erkrankungen, die gar im Suizid gipfeln k?nnen, verantwortlich gemacht. Kurzum werden der Selbstliebe handlungstreibende Wirkungen zugeschrieben. Sie gilt als Grundvoraussetzung f?r Solidarit?t, f?r soziales Miteinander, f?r Empathie. Ist sie nun also f?rderlich oder sch?dlich? Deutete alles darauf hin, dass ein Wandel von einer negativen zu einer positiven Bewertung stattfand, so zeigt die Arbeit, dass dies zu simplistisch w?re. Anhand weit erforschter literarischer Beispiele wird auf noch nicht dagewesene Weise deutlich, wie die positive Bewertung der Selbstliebe f?r eine psychische Konstante der Menschheit gehalten werden muss.
Einleitung.- Motivation.- Selbstliebe in der Psychologie.- Motivation und Selbstliebe in der Begriffsgeschichte.- Motivation und Selbstliebe in der Fr?hen Neuzeit.- Motivation und Selbstliebe in der Aufkl?rung.- Motivation und Selbstliebe im 19. Jahrhundert.- Schluss.
Martha Walczak ist Literaturwissenschaftlerin mit psychologischer Ausrichtung, Stipendiatin zahlreicher Hochbegabtenf?rderungswerke. Ihre Doktorarbeit wurde im Rahmen des Promotionsstipendiums durch eines der 13 Begabtenf?rderungswerke des BMBF unterst?tzt. Sie arbeitet als Coachin f?r gesunde Stressbew?ltigung.
Es geh?rt Mut dazu, etwas Neuartiges zu wagen: So gibt es in der Literaturwissenschaft zwlSZ