Dieses Open Access Buch behandelt die Arbeitsweisen der Sozialen Arbeit in der Palliative Care, um deren Sichtbarkeit zu erh?hen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie Fachkr?fte der Sozialen Arbeit ihr berufliches Handeln in der Palliative Care beschreiben. Die Autorin f?hrte dazu Interviews mit Sozialarbeitenden in Hospizen und auf Palliativabteilungen. Aus den Erz?hlungen wurden Orientierungsmuster und Begr?ndungen extrahiert und im Kontext ausgew?hlter strukturtheoretischer und interaktionistischer professionstheoretischer Grundlagen analysiert. Die Ergebnisse betonen verschiedene Motive f?r die Soziale Arbeit, die das professionelle Selbstverst?ndnis in der Begleitung am Lebensende strukturieren. Besonders die Unbestimmbarkeit im Alltag als beruflicher Standard und die Suchbewegung als professioneller Akt verdeutlichen die Bedeutung alternativer Konzepte f?r Professionalit?t und Fallbearbeitung f?r die Sorge am Lebensende. Die Ergebnisse gewinnen zudem an Bedeutung vor dem Hintergrund versorgungspolitischer Entwicklungen. Die Darlegungen zu institutionellen und politischen Bedingungen in der Schweiz legen weitere Eckpfeiler fest, um die professionelle Eigenst?ndigkeit der Sozialen Arbeit in der Palliativversorgung zu st?rken.
Einf?hrung.- Das Lebensende in der (heutigen) Gesellschaft.- Von Cure zu Care: Begriffs- und Verh?ltniskl?rung im Feld von Sterben und Tod.- Professionstheoretischer Bezugsrahmen.- Die Sorge um Andere am Lebensende.- Die Methodologie des Forschungsprozesses.- Empirischer Teil: Rekonstruktionen von Orientierungsmustern und Begr?n dung des eigenen T?tigseins der Fachpersonen der Sozialen Arbeit in der Pal liative Car.- Diskussion der Ergebnisse: Soziale Arbeit als Spezialistin f?r das Unbekannte.- Schlussbetrachtung: das Unbekannte als Orientierungshilfe im beruflichen Alltag am Lebensende.- Literaturverzeichnis.
Dr. Karin A. Stadelmann