Sp?testens seit den 1970er Jahren wird die (fehlende) Wissenschaftlichkeit literaturwissenschaftlicher Interpretationen diskutiert eingefordert werden Klarheit und Stringenz der Argumentation sowie nachvollziehbare Begr?ndungen der aufgestellten Thesen. Ausgehend von der ausf?hrlich anhand verschiedener aktueller Studien zum Sandmann (E.T.A. Hoffmann) belegten Beobachtung, dass es der literaturwissenschaftlichen Interpretationspraxis indes regelm??ig an Wahrheits- bzw. Begr?ndungsbem?hen mangelt, argumentiert der Autor, dass dieses fehlende Wahrheitsbem?hen in Teilen bullshit im Sinne Harry G. Frankfurts ist: Der Verzicht auf ein Bem?hen um wahre Aussagen ist kein Versehen, wird aber gleichzeitig versucht zu verschleiern. Die Studie ist damit ein origineller, analytisch scharfsinniger wie mutiger Beitrag zur Theorie und Praxis des literaturwissenschaftlichen Interpretierens sowie ein wichtiger Ansto? zur Selbstverst?ndigung der Literaturwissenschaft ?ber ihr Kerngesch?ft und dessen Standards.
1. Einleitung.- 2. Fehlendes Wahrheitsbem?hen.- 3. Fehlendes Wahrheitsbem?hen in literaturwissenschaftlichen Interpretationstexten.- 4. Was sind die Gr?nde f?r das fehlende Wahrheitsbem?hen?.- 5. Ist das fehlende Wahrheitsbem?hen in literaturwissenschaftlichen Interpretationstexten Bullshit im Sinne Harry G. Frankfurts?.- 6. Zusammenfassung und Ausblick.
Niels Klenner arbeitet als Lehrer an der Sekundarschule Beckum. Zuvor war er angestellt im SNF- und DFG-Projekt The Normative Relations between Fiction, Imagination und Appreciation unter der Leitung von Fabian Dorsch ( ), Tom Kindt und Tilmann K?ppe.
Sp?testens seit den 1970er Jahren wird die (lc‡