Der in Europa erstarkende Populismus steht seit Jahren im Fokus wissenschaftlicher Debatten. Im Unterschied zum westeurop?ischen Rechtspopulismus wird dem Populismus aus Ostmitteleuropa wenig Aufmerksamkeit geschenkt, und komparative Studien werden selten durchgef?hrt.
Dieses Buch befasst sich mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den Inhalten, Funktionslogiken und Ausbreitung der Populismen in der Slowakei, in Tschechien und ?sterreich. Populisten in den drei historisch verflochtenen Nachbarl?ndern ?hneln sich in ihrer Rhetorik sie sind jedoch nicht alle als Rechtspopulisten zu klassifizieren und einander gleichzusetzen. Diese vergleichende Studie untersucht die Populismen anhand der Diskurse ?ber die Fl?chtlingskrise, die Eurokrise, Ausl?nder und Minderheiten zwischen 2010 und 2018. Die Autorin zeigt darin auf, inwiefern sich die Populismen in den postsozialistischen L?ndern durch spezifische Merkmale von den westlichen Varianten, d. h. von Populismen in L?ndern ohne staatssozialistische Vergangenheit, unterscheiden. Populismus wird als ein Ph?nomen vorgestellt, das zwar allgemeing?ltige Merkmale aufweist, aber gleichzeitig stark kontextgebunden ist. Dabei wird deutlich, wie sich die jeweils unterschiedlichen historischen Entwicklungspfade und die damit einhergehenden Merkmale der politischen Parteiensysteme und Kulturen in den Auspr?gungen des Populismus in den drei L?ndern manifestieren.
Einleitung.- Theorie.- Forschungsfrage.- Methode und Material.- Populismus w?hrend der europ?ischen Fl?chtlingskrise (20152018).- Populismus w?hrend der Eurokrise (20102012).- Populismus: ein diskursiver Rahmen mit flexiblen Inhalten.- Zusammenfassung der Ergebnisse und Verortung in der Forschung.- Literaturverzeichnis.
Hana Antal ist Politikwissenschaftlerin. Sie studierte Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universit?t zu Berlin und promovierte an der l3Þ