Seit der industriellen Produktion von Notendrucken nutzen Unternehmen Musik, um ihre Marken zu entwickeln und zu etablieren. Diese Studie beleuchtet die vielf?ltigen Formen der Verbindung von Marken und Musik, von den gebrandeten Radioshows im fr?hen 20. Jahrhundert bis hin zu den modernen, integrierten Musik-Dachmarken von Red Bull, der Telekom oder Seat. Sie zeigt, wie die Beziehungen zwischen Marken und Musik im Verlauf der Geschichte ver?ndert wurden. Dabei lenkt sie erstmals den Blick auf die Rolle neuer Medienentwicklungen in diesem Prozess. Anhand der innovativen Methode einer digitalen, fokussierten und verteilten Ethnographie wird die besondere Rolle digitaler Plattformen f?r gegenw?rtige gebrandete Musikkultur in den Blick genommen.
Der Autor zeigt anschaulich, wie Markenunternehmen Orte und Events so arrangieren, dass medienbezogene Praktiken auf Plattformen ausgerichtet werden. So steigern Unternehmen die Wahrscheinlichkeit gebrandeter Kommunikationsstr?me und erzeugen ein Momentum, das den Wert einer Marke, die Karrieren von Musikschaffenden, aber auch gew?hnliche Musikerfahrung befl?geln kann. In der Summe f?hrt dies zu einer neuen Musikkultur, einer Musikkultur zwischen Marken und Medienplattformen. In dieser k?nnen zwar viele an Musikkultur teilhaben, sind jedoch dem Zwang ausgesetzt, etwas zum Momentum einer Marke beizutragen.
Einleitung: Musikkultur zwischen Marken und Medienplattformen als wissenschaftliche Herausforderung.- Theoretischer Rahmen: Mit Artikulations- und Praxistheorie Marken und Musik medien- und kommunikationswissenschaftlich erforschen.- Die Geschichte von Marken und Musik: Vertiefung und Differenzierung ihrer Beziehungen.- Die Forschungsstrategie: Digitale, fokussierte Multi-Sited Ethnography.- Empirische Erkenntnisse: Im Streben nach Momentum werden neue Beziehungen von Marken und Musik entwickelt.- Normative Interpretation: Das Streben nach Momentum vertieft die Plattformisierung vl³…