Am Beispiel der Stadt Frankfurt a.M. untersucht die interdisziplin?re Studie anhand dreier Fallstudien das komplexe Verh?ltnis zwischen gesellschaftlichen, politischen und medienkulturellen Transformationsprozessen und b?rgerlicher Festkultur als Ort sozialer Bedeutungskonstruktion. Von historischen Stadt- und K?nstlerfesten ?ber politisch aufgeladene Sch?tzenfeste bis hin zu spektakul?ren Industrie- und Gewerbeausstellungen werden die untersuchten Feste als theatrale Auff?hrungen verstanden, die die Ver?nderungen der Modernisierung um 1900 reflektieren und tiefe Einblicke in die soziokulturellen Umbr?che jener Zeit erm?glichen.
Das Theatrale als bewusste und demonstrative Betonung des Zur-Schau-Stellens wird in dieser Studie als kulturelle Praxis gedeutet, die als Vermittler in einer Zeit der Umbr?che agieren kann: Indem die analysierten Feste abstrakte und ideologisch aufgeladene Konzepte wie Geschichte, Nation oder Modernisierung im Moment ihrer sinnlichen Zurschaustellung unmittelbar erfahrbar machen, erm?glichen sie eine Teilhabe an einem ?sthetischen Erlebnis, das zum Verst?ndnis und zur Akzeptanz der vermittelten Inhalte f?hren kann. Die Studie er?ffnet damit eine neue Perspektiven auf die bislang g?ngigen Narrative der Kultur- und Modernisierungsgeschichte des 19. Jahrhunderts.
I. Prolog.- Hinf?hrung zum Thema, Quellenkorpus, Methodik, Theoretische Verortungen.- II. Kontextuelle Verortungen .- Geschichtskultur im 19. Jahrhundert, Theatrales Fest-Repertoire.- III. Staging History: Inszenierung historischer Wurzeln.- Fallstudien: Altfrankfurter Tage 1896, Altst?dtisches Fest 1905, Alt-Frankfurt 1912.- IV. Staging the Nation: Nationale Gemeinschaften & Kollektiv(e) K?rper.- Fallstudien: Bundes-Sch?tzenfeste 1862, 1887 und 1912.- V. Staging Technology: Technologie als Spektakel .- Fallstudien: Die internatil3)