Gesetzliche Vertretung und Selbstbestimmung - schlie?t sich das nicht gegenseitig aus? Aus der Perspektive Betroffener bringt das Buch neue Einblicke und Bewertungen. Das Betreuungsgesetz von 1992 wollte die Selbstbestimmungsrechte von geistig, seelisch, k?rperlich behinderten und psychisch kranken Menschen st?rken. ?ber die Lebenswirklichkeit der Betroffenen ist jedoch wenig bekannt. Wie kommt es ?berhaupt zur Betreuung und wie erleben Betroffene das gerichtliche Verfahren? Was ver?ndert sich durch die Betreuung und welche Selbstbestimmungsr?ume bleiben? Im Mittelpunkt dieser empirischen Untersuchung stehen narrative Interviews mit Betroffenen. Bisher entm?ndigte Menschen erz?hlen von sich, aus ihrer Biographie und von ihrem Alltag. Mit Methoden der qualitativen Sozialforschung werden die Interviews analysiert. Das Bild wird durch weitere empirische Daten vervollst?ndigt. Trotz aller Unterschiedlichkeit der Lebenslagen wird eines ganz deutlich: niemand wird als Betreuer geboren.I. Zielsetzung und Konzeption der Untersuchung.- 1. Untersuchungsgegenstand Begriffsbestimmung.- 1.1. Die Reform der Entm?ndigung.- 1.2. Begriff der Lebenslage.- 2. Die Fragestellung.- 3. Forschungsdesign.- 3.1. Wahl der empirischen Methode.- 3.2. Zugang zum Feld.- II. Die Zielgruppe des Gesetzes soziodemographische Daten.- 1. Fragestellung und Datengewinnung.- 2. Gesamtzahl der Menschen mit gesetzlicher Vertretung.- 3. Alter der Betroffenen.- 4. Geschlecht.- 5. Familienstand.- 6. Medizinische Diagnosen.- 7. Wohnsituation.- 8. Wirtschaftliche Situation.- 9. Kontakte und Unterst?tzungen.- 10. Zusammenfassung.- III. Die Beauftragten des Gesetzes: Betreuer und ihr Handeln.- 1. Fragestellung und Datengewinnung.- 2. Der Betreuer.- 2.1. Status und Auswahl der Betreuer.- 2.2. Betreuerwechsel und Kontakte.- 2.3. Qualifikation.- 3. Betreuerhandeln.- 3.1. Aufgabenkreise.- 3.2. Handlungsergebnisse.- 4. Zusammenfassung.- IV. Die Einrichtung einer Betreuung aus der Perspektive des Vormundslƒ+