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Als interdisziplin?res und praxisorientiertes Forschungsfeld pr?gt die Medical Humanities das Bestreben, den negativen Auswirkungen einer technisierten und rein evidenzbasierten Medizin entgegenzuwirken. Hierzu das Erkenntnispotenzial von Literatur zu nutzen, macht aus ?rzt*innen eine spezifische Gruppe von Leser*innen, die sich von jenen Rezeptionsinstanzen unterscheidet, welche die Literaturwissenschaft routinem??ig untersucht denn das Ziel ihres Leseaktes ist die Erweiterung medizinprofessioneller, also au?erliterarischer, Kompetenzen. Das probabilistische Lesermodell MPL bringt diese angestrebte Verbesserung ?rztlicher Kompetenzen systematisch mit der Lekt?re literarischer Texte in der Ausbildung zusammen und versteht sich au?erdem als ein Beitrag zur Erschlie?ung dieses aufstrebenden, aber schwer zu ?berblickenden Feldes.Teil I: Ausgangslage Reflexion Kritik.- 1. Vorbemerkungen.- 2. Can the Sum of the Parts Be Greater Than the Whole?.- 3. Theoretische Grundlagen Revisited.- Teil II: ?rzt*innen als Leser*innen (MPL).- 4. Medizinprofessionelle Leser*innen.- Teil III: Textanalyse.- 5. Pathographien / Pathographies (Prim?rtexte I).- 6. Das Studienbuch zum Querschnittsbereich (Prim?rtexte II).- 7. Der Sinn des Lesens: Eine pathographische Leseliste.- 8. Schlussbemerkungen.Katharina Edtstadler schloss im April 2020 erfolgreich das Doktoratsstudium der Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Universit?t Wien ab (Dr. phil.). Das Verh?ltnis von Literaturwissenschaft und Natur- bzw. Humanwissenschaften (vor allem Medical Humanities, Narrative Medicine, Narrative Medical Ethics, Interdisciplinary Storytelling) steht im Zentrum ihrer akademischen Forschung und f?hrte sie auch an die Medizinische Universit?t Wien. Dar?ber hinaus besch?ftigt sie sich mit neuen Ans?tzen in der komparatistischen Imagologie. Sie arbeitet derzeit bei einem medizinischen Fachvelsã