Das Buch behandelt zum einen die Semantik von M??glichkeit und Notwendigkeit im Deutschen im Gewand unterschiedlicher Ausdrucksmittel, darunter 'm??ssen', 'k??nnen', 'sollen', 'd??rfen', 'wahrscheinlich', 'gewi??', 'wohl', 'sein' + 'zu' + Infinitiv, '-bar', das Futur, Konditionale und die Generik, zum zweiten die Rolle der Modalbedeutung im Textaufbau.Der besondere Beitrag zur Linguistik besteht in der detaillierten, theoriebezogenen Beschreibung der erw??hnten Ausdr??cke und in dem Nachweis, da?? Modalit??t in den ??u??erungen eines Textes im Prinzip nicht wechselt, soweit es sich nicht um Hintergrund??u??erungen handelt, da?? diese monotone Belegung gerade zur Koh??renz beitr??gt und da?? sie von der Textfrage vorbestimmt ist.1. 1 Anla?? und Ziel Einer, der abends nach Hause kommt, kann sagen F??r heute h??tten wir's wieder mal geschafft. Er sagt es in der Form des Irrealis, meint aber etwas ganz und gar Reales. Oder man kann sich fragen, ob der Satz Wie sollte denn dein Mann einmal aussehen? dasselbe ausdr??ckt wie Wie sieht dein Traummann aus? Oder: Welche Modalisierung ist im Spiel, wenn jemand urteilt, da?? das Essen genie??bar war. Und: Ist der Imperativ ein Modus, und wo liegt eigentlich der Witz in Palmstr??ms messerscharfem Fehlschlu??, da?? nicht sein kann, was nicht sein darf? Das Kapitel Modalit??t hat in der Geschichte der Sprachwissenschaft viele Seiten, und es steckt noch voller R??tsel. Das erf??hrt besonders, wer sich mit ??bergreifenden Regularit??ten in komplexen sprachlichen ??u??erungen wie Texten befa??t und dabei gerade das Ineinandergreifen der involvierten Teilsysteme ber??cksichtigen will. Das etwa ist die Ausgangssituation f??r die folgenden Betrachtun?? gen. Sie sollen dazu beitragen aufzukl??ren, nach welchen Prinzipien Texte strukturiert sind. Nach allgemeinem Konsens sind dies eben Prin?? zipien unterschiedlicher Reichweite, ??ber unterschiedlichen sprachlichen Entit??ten und von unterschiedlicher Relevanz f??r das Gelingen der Kom?? l£