Trotz der unverkennbaren Fortschritte der Produktionstheorie f?r Dienstleistungen und ihres inzwischen recht hohen Entwicklungsstands existieren weiterhin viele ungel? ste Probleme. Zum einen hat sich in der einschl?gigen Literatur noch keine konsensf?hige Definition des Dienstleistungsbegriffs etablieren k?nnen. Vielmehr hat die Uneinigkeit ?ber den Begriff Dienstleistung eine Vielzahl Definitionsans?tze entstehen lassen, die einander teilweise fundamental widersprechen. Zum anderen ist der Produktionstheorie ein Versagen bei der Abbildung von Dienstleistungen zu attestieren, wenn sie wie oft ?blich auf rein quantitative Modelle beschr?nkt bleibt. Bei der Produktionsmodellierung wird h?ufig der eigenschaftsver?ndernde Charakter von Dienstleistungen vernachl?ssigt. Des Weiteren existieren kaum Produktionsmodelle wissensintensiver Dienstleistungen, die die technologischen Gesetzm??igkeiten unterschiedlicher struktureller Verl?ufe von Dienstleistungen untersuchen. Jene qualitativen Analysen der strukturellen Verflechtung innerhalb des Produktionssystems gewinnen jedoch gerade dann an Bedeutung, wenn quantitative Gesetzesaussagen ?ber den Zusammenhang zwischen Input, Throughput und Output aufgrund der Einmaligkeit des Produktionsgeschehens hinf?llig werden. Produktionsmodelle wissensintensiver Dienstleistungen fokussieren jedoch nur selten strukturelle Verkettungsaspekte betrieblichen Produktionsgeschehens. Die vorliegende Arbeit liefert Ans?tze zur Behebung bzw. Entsch?rfung der angef?hrten Defizite: Neben einer neuartigen Definition des Dienstleistungsbegriffs werden bedeutsame Merkmale wissensintensiver Dienstleistungen hergeleitet und aufgezeigt, wie diese sachgerecht in Produktionsmodelle integriert werden k?nnen.
Dr. Magnus Richter promovierte als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Rainer Souren am Fachgebiet Produktionswirtschaft/Industriebetriebslehre an der Technischen Universit?t Ilmenau.
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