Entgegen einer pauschalen Kritik an den Epochenbegriffen diskutieren die Beitr?ge des vorliegenden Bandes historische und systematische Bedingungen der M?glichkeit von Epochisierungen. Unterschiedliche sozio-kulturelle Systeme werfen unterschiedliche Fragen auf. Als Literatur- und Kunstwissenschaftler/innen gehen die Beitr?gerinnen und Beitr?ger von Problemkomplexen ihrer jeweiligen Disziplinen aus, rekurrieren f?r L?sungsans?tze aber auch auf das Theorieangebot anderer historischer Disziplinen wie der Geschichtswissenschaft im Allgemeinen oder der Wissenschaftsgeschichte im Besonderen. - Insgesamt ergibt sich, dass die berechtigte Kritik an der spezifischen Faktur spezifischer Epochisierungen weder aus systematischen noch historischen Gr?nden den generellen Verzicht auf Epochisierungen nahelegt. Solange kein konsistentes Gegenmodell vorliegt, kann es nur darum gehen, Epochentheorie allgemein und Theorien der jeweiligen Einzelepochen im Zusammenhang zu optimieren.
Multiple Epochisierungen und die (Un-)M?glichkeit der Konstruktion einer Makroepoche Fr?he Neuzeit.- Epochenbildungen Epochisierungen. Anmerkungen zu einem schwierigen Thema aus kunsthistorischer Perspektive.- Die Reichweite von Epochenbegriffen.- Epochengrenzen in der Literaturgeschichte: System und Verflechtung.- Globale Renaissance multiple Antiken? Fragen von Norm und Form in der Kunst der Fr?hen Neuzeit.- Bouterwek und Eichhorn. Die Epochisierung der Literatur in der Literaturgeschichtsschreibung der G?ttinger Aufkl?rung.- Die Epoche der Renaissance um 1900 aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive.- R?umlichkeit versus Linearit?t. Marco Boschini und die Ordnung der Dinge, oder: Wie man beim Gondelfahren ?ber Kunstwerke schreibt.- Personenregister.
Klaus W. Hempfer ist Seniorprofessor am Institut f?r romanische Philologie der Freien Universit?t Berlin.
Valeska von Rosen ist Pl“+