Bereits seit den 1980er Jahren wurde eine Einbeziehung des Straftatopfers und seiner Belange in das deutsche Strafvollzugsrecht diskutiert. Im Strafvollzugsgesetz des Bundes spielte die Opferorientierung gleichwohl eine untergeordnete Rolle. Erst mit den nach der F?deralismusreform von 2006 erlassenen Landesstrafvollzugsgesetzen wurde die Opferorientierung umfangreich in das Strafvollzugsrecht einbezogen. Durch die Ber?cksichtigung von Opferinteressen bei der Ausgestaltung des Vollzugs der Freiheitsstrafe ergeben sich eine Vielzahl neuer strafvollzugsrechtlicher Fragestellungen. Diese betreffen beispielsweise die Vereinbarkeit von Opferorientierung und Resozialisierung, den Schutz von Opfern vor inhaftierten T?ter*innen und die M?glichkeiten von Wiedergutmachung und Tatausgleich w?hrend der Inhaftierung. In diesem Buch werden die Hintergr?nde der Opferorientierung des Strafvollzugsrechts untersucht und so Ma?st?be zur Auslegung der opferorientierten Vorschriften der Landesstrafvollzugsgesetze entwickelt. Bei der Auslegung der opferorientierten Strafvollzugsvorschriften werden alle 16 Landesstrafvollzugsgesetze einbezogen. Dadurch wird versucht, zahlreiche Fragen zu beantworten, die sich durch die Ber?cksichtigung des Opfers und seiner Interessen innerhalb der Landesstrafvollzugsgesetze stellen.
Einf?hrung.- Grundlagen f?r die Auslegung opferbezogener Vorschriften im
Strafvollzugsrecht.- Auslegung opferbezogener Strafvollzugsvorschriften.- Folgerungen f?r die zuk?nftige Ausgestaltung der Opferorientierung im Strafvollzug.
Die Autorin
Katharina Marianne Radke studierte Rechtswissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universit?t Jena und absolvierte das Rechtsreferendariat am Landgericht Leipzig. Derzeit ist sie als Richterin auf Probe in Sachsen t?tig.
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