Dieses mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnete Werk entwickelt eine eigene These vom v?lkerrechtlichen Legitimationsdefizit: V?lkerrechtlicher Rechtserzeugung fehlt es an Mechanismen institutionalisierter Opposition. Obwohl die Rechtserzeugungskompetenzen internationaler Institutionen zunehmen, fehlt es an M?glichkeiten, Regelungsalternativen und ?nderungsvorschl?ge in v?lkerrechtlichen Verfahren zu artikulieren. Opposition im V?lkerrecht entwirft im Anschluss an Hannah Arendt und Claude Lefort eine Theorie des Konzepts der Opposition, die auch im V?lkerrecht Anwendung finden kann. Es folgt eine interdisziplin?re Studie, die zum ersten Mal v?lkerrechtliche Rechtserzeugungsprozesse (konkret an drei Beispielen der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, des WTO waiver-Mechanismus, der UNESCO Konvention zur kulturellen Vielfalt und des Cartagena-Protokolls zur Biodiversit?t) unter dem Gesichtspunkt mangelnder Politisierung untersucht und die in der V?lkerrechtswissenschaft bisher nicht rezipierten philosophischen Ans?tze von Hannah Arendt und Claude Lefort hierf?r fruchtbar macht.
Kapitel 1. Einleitung.- EXPOSITION: Kapitel 2. Klassisch-v?lkerrechtliche Legitimation: Souver?nit?tssch?tzender Intergouvernementalismus.- Kapitel 3. Aufbrechen der Innen/Au?en-Grenze im Zuge der Internationalisierung.- Kapitel 4. Die Legitimationsproblematik.- Kapitel 5. Theoretische L?sungsangebote.- Kapitel 6. R?sum? und ?berleitung.- THEORIE: Kapitel 7. Recht und Politik im internationalen Raum: Idealismus, Realismus und Policy Process.- Kapitel 8. Legitimation durch Politisierung.- Kapitel 9. Zur politisch-rechtlichen Legitimation des V?lkerrechts.- Kapitel 10. Die legitimationstheoretische Bedeutung institutionalisierter Opposition.- Kapitel 11. R?sum? und ?berleitung.- PRAXIS: Kapitel 12. Internationaler Parlamentarismus.- Kapitel 13. Das Politisierungspotential von Regimekonflikten.- Kapitel 14. Fall 1: ParlamentarischlƒÈ