Menschen sch?men sich fremd, wenn sie jemanden dabei beobachten, wie er oder sie sich ?ffentlich blamiert. In der vorliegenden Studie wurde untersucht, in welcher Form neuronaler Aktivit?t sich Fremdsch?men manifestiert und inwieweit interindividuelle Unterschiede im Erleben von Fremdscham auszumachen sind. Es soll betrachtet werden, ob das verwendete Stimulusmaterial (Ausschnitte aus Reality-Fernsehformaten) starkes Fremdsch?men ausl?st und dieser Effekt weder durch die Lustigkeit noch die mitleiderregende Wirkung erkl?rt werden kann. Mittels funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRT) soll gezeigt werden, dass der linke superiore temporale Gyrus, ein subgyraler Bereich im Grenzgebiet von Parietal- und Frontallappen der rechten Hemisph?re und ein Bereich im Grenzgebiet von medialem frontalen Gyrus und Gyrus cinguli bei dem Erleben von Fremdscham eine Rolle spielen.