Im Rechtsdiskurs wird seit dem Paradigmenwechsel von der Sittlichkeit zum Rechtsg?terschutz das Dogma der staatsfreien Privatsph?re propagiert, welche manchen gar als Inbegriff moderner Staatlichkeit gilt. Tats?chlich gibt es jedoch vielf?ltige rechtliche Regelungen konsensualer Sexualit?ten, die sich auf Autonomie, Privatheit, Konfrontationsschutz, Bev?lkerungspolitiken, Zuwanderung, Staatsdienst, Jugendschutz, Kommerzialisierung oder Moralvorstellungen beziehen. Die Autor*innen des Bandes fragen nach Notwendigkeit, Legitimation, Ausgestaltung und Grenzen von Regulierungen einverst?ndlicher Sexualit?t als bedeutsamer sozialer Praxis der B?rger*innen, die an staatliche Interessen r?hrt, das gelingende Zusammenleben betrifft sowie in Konkurrenz zu und Interdependenz mit anderen, insbesondere geschlechtlichen, Normenordnungen steht.Sexualit?t und Recht: eine Einf?hrung.- Die Individualrechtspositionen: Sexuelle Autonomie.- Staatliche Regelungsinteressen: Reproduktion, Ehe und Familie.- Regulierungsaufgaben I: Deviante Sexualit?ten.- Regulierungsaufgaben II: Jenseits der Intimit?t.- Regulierungsgrenzen: Medienwandel und sexuelle Skripte.
... richtet sich der Band an Leser*innen aus den Rechts-, Sozial- und Kulturwissenschaften. ... einen umfassenden ?berblick ?ber rechtliche Zugriffe auf Sexualit?t und Intimit?t in ganz verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. ... in einer gut verst?ndlichen Sprache verfasst ... (Katharina Schoenes, in: querelles-net, querelles-net.de, Jg. 18, Heft 2, 2017)
Dr. Ulrike Lembke arbeitet an den Schnittstellen von Rechtswissenschaft und Geschlechterstudien, derzeit an der Universit?t Greifswald.
Im Rechtsdiskurs wird seit dem Paradigmenwechsel von der Sittlichkeit zum Rechtsg?terschutz das Dogma der staatsfreien Privatsph?re propagiert, welche manchen gar als Inbegriff moderner Staatlichkeit gilt. Tats?chlich gibt es jedoch vielf?ltige rechtliche Regelungen konsensualer Sexualit?ten, die sich auf AutolS