Eine wesentliche Erkenntnis der Ungleichheitsforschung bezieht sich darauf, dass bei der Analyse sozialer Ungleichheit nicht das einzelne Individuum, sondern auch der Haushalt und die Familie in den Blick genommen werden m?ssen. Familien sind m?chtige Instanzen lebenslanger intergenerationaler Solidarit?t. Die sozialen Netzwerke einzelner Familienmitglieder stellen soziales Kapital auch f?r alle anderen Familienmitglieder dar; Bildung, Einkommen und Status der Eltern sind wesentliche Ressourcen f?r die Kinder. Diejenigen, die bereits in ihrer Kindheit und Jugend bessere individuelle Startpositionen hatten, sind auch im Erwachsenenalter im Vorteil. Diejenigen, die Kinder haben, verf?gen in h?herem
Alter ?ber Unterst?tzungsressourcen. All diesen gesellschaftlich erw?nschten Transfers, Ressourcen und der Familiensolidarit?t stehen jedoch zumindest potenziell unerw?nschte Folgen f?r die Sozialstruktur, f?r die Reproduktion und m?glicherweise Zunahme gesamtgesellschaftlicher Ungleichheit gegen?ber. Der vorliegende Band m?chte einen Beitrag zur Kl?rung zumindest einiger in diesem Zusammenhang relevanter Fragestellungen leisten.Intergenerationale Transfers und Unterst?tzungsleistungen - Prek?re Lebenslagen: Staatliche Steuerung versus individuelle Bew?ltigung - Familiale Lebenslage und Lebenschancen von Kindern
Der Sammelband ist uneingeschr?nkt nicht nur f?r Professionelle und thematisch Interessierte, sondern auch f?r Studierende sozialwissenschaftlicher BA-/MA-Studieng?nge zu empfehlen - allen voran mit Bezug auf die Lernmodule: Sozialstrukturanalyse, soziale Ungleichheit und Familiensoziologie bzw. Soziologie (intergenerationeller) sozialer Beziehungen. www.socialnet.de, 19.01.2012
Zur Entstehung von UngleichheitDr. Peter A. Berger ist Professor f?r Soziologie an der Universit?t Rostock.
Dr. Karsten Hank ist Professor f?r Soziologie an der Universit?t zu K?ln.
Dr. Angelika T?lke ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am DelS/