Vor dem Hintergrund des Selbstverst?ndnisses der Sozialen Arbeit als helfender Instanz stellt sich die Frage, weshalb zunehmend Risikomanagementverfahren im sozialarbeiterischen Handeln Verwendung finden. Gerade bei der Bew?hrungshilfe wird die Spannung zwischen Klientenseite und staatlicher, hier vor allem rechtlicher Seite schon konstitutiv und unvermeidbar dargestellt. Es f?llt auf, dass mit den Begriffen Vertrauen und Risiko ein Zielkonflikt kommuniziert und das bestehende Spannungsverh?ltnis zwischen Hilfe und Kontrolle mitbesprochen wird. Diese Forschungsarbeit deckt ?ber eine genuin soziologische Betrachtungsweise latente, bisweilen unsichtbare Muster des Organisationssystems sowie Zielkonflikte auf, die sich in eben dieser Kommunikation der Begriffe Risiko und Vertrauen aufzeigen lassen. Deutlich wird, dass mittels bestimmter Strategien ein Kapital des Vertrauens angelegt wird. Die dar?ber beschaffenen Informationen werden in die Semantik R?ckfallrisiko umgewandelt und an die Auftraggeber ?bermittelt. Auf diese strategische Weise gelingt die Stabilit?t der Organisationsstruktur.
Einf?hrung.- Das Risiko.- Das Vertrauen.- Der Blick in die Praxis.- Literaturverzeichnis.
Die Autorin
Carla Schmidt ist Lehrbeauftragte f?r Soziale Arbeit an der Ev. Hochschule Hamburg, begleitet Entwicklungsprozesse in l?ndlichen R?umen und promovierte am Institut f?r Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universit?t M?nchen.
Vor dem Hintergrund des Selbstverst?ndnisses der Sozialen Arbeit als helfender Instanz stellt sich die Frage, weshalb zunehmend Risikomanagementverfahren im sozialarbeiterischen Handeln Verwendung finden. Gerade bei der Bew?hrungshilfe wird die Spannung zwischen Klientenseite und staatlicher, hier vor allem rechtlicher Seite schon konstitutiv und unvermeidlCD