In diesem Open-Access-Buch werden anhand von ethnographischen Fallbeobachtungen mit 16 Ritualleiter*innen folgende Fragen beantwortet: Wie positionieren sich Leitende von Todesritualen, die ausserhalb einer religi?sen Gemeinschaft in der Deutschschweiz stattfinden? Welches Selbstbild vertreten die Ritualleiter*innen? Welche Aufgaben verbinden sie mit ihrer T?tigkeit? Wem sprechen sie Handlungs- und Wirkm?chtigkeit (Agency) zu? Welche Themen und Konzepte sind f?r ihr Handeln und Erleben zentral? An welche kollektiven Sinngehalte (Deutungsmuster) schlie?en sie dabei an? Methodisch verortet sich die Arbeit in der Rekonstruktiven Sozialforschung. Dabei orientiert sie sich an Narrationsanalyse, Grounded Theory und Qualitativer Agencyforschung. Theoretisch kn?pft die Studie an Konzepte von 'Ritualisierungen' und 'Agency' an, um auf empirischer Grundlage das Konzept der 'Ritualisierenden Agency' zu entwickeln: Durch die gew?hlten Formen der Ritualisierung im Umgang mit der Bestattung und derBegleitung der Angeh?rigen erlangen die Akteur*innen eigenst?ndige Handlungsm?chtigkeit und Verantwortlichkeit. Die Analysen zeigen, wie die Akteur*innen selbst ihre Handlungsspielr?ume und ihre eigene Teilhabe in den Interviews und in den Bestattungsritualen zum Ausdruck bringen.
Einleitung.- Todesrituale im gesellschaftlichen Kontext.- Ritualisierung und Agency.- Korpus.- Vorgehensweise: Methodologie und Methode.- Positionierungen der RITUALLEITENDEN:?berblick.- Thematisches FELD:NATUR.- Thematisches FELD DIFFERENZ.- Zusammenfassung: Ritualisierende Agency und rituelle Flexibilit?t:.- Fazit und Ausblick.- Literatur.
Lilo Ruther ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kompetenzzentrum Demenz am Institut f?r Angewandte Pflegewissenschaft der Ostschweizer Fachhochschule, Standort St.Gallen.
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