Auf der Basis internationaler Erfahrungen wird die Frage diskutiert, ob die Deregulierung des Schulsystems, die p?dagogisch als Erweiterung der Schulautonomie begr??t wird, neue Gefahren birgt: f?r die soziale Koh?sion und die Chancengleichheit, zumal von Migrantenkindern. Die aktuelle Diskussion um eine erweiterte Autonomie einzelner Schulen kann als ein intensives semantisches Ringen zwischen Politik und P?dagogik verstanden werden: Wer definiert die Probleme, mit denen das Bildungssystem heute konfrontiert ist? In der Debatte wird die Staatssteuerung des Bildungssystems suggestiv als Auslaufmodell , hingegen die Marktsteuerung als ein in Einklang mit den weltpolitischen Entwicklungen ( Globalisierung ) stehendes Zukunftsmodell dargestellt. Dem wird entgegengehalten, da? der Versuch, Marktkr?fte und Wettbewerbsmechanismen in das Bildungssystem einzuf?hren, mit den bildungspolitischen Zielen Chancengleichheit und Gerechtigkeit kollidieren m??te. Die Diskussion glich so lange ideologischer Spiegelfechterei, wie sie sich nicht auf empirische Daten st?tzen konnte. Diesem Desiderat sucht der vorliegende Band abzuhelfen. Aus avancierten Deregulierungsl?ndern liegen erste Erfahrungen vor, die die Konsequenzen und Wirkungen der Autonomie-Strategie f?r die Bildungschancen insbesondere auch von Kindern ethnischer Minderheiten untersuchen.Frank-Olaf Radtke, Einleitung: Schulautonomie, Sozialstaat und Chancengleichheit - Teil I. Bildungspolitische Tendenzen - Manfred Wei? unter Mitarbeit von Brigitte Steinert, Privatisierung des Bildungsbereichs - Internationale Tendenzen - Ludwig v. Friedeburg, Schulentwicklung zur Ungleichheit - Martin Carnoy, Volkswirtschaftliche Strukturanpassung - Egon Becker, Von der Zukunftsinvestition zur Effektivit?tskontrolle des Bildungssystems - Teil II. Erfahrungen aus De-Regulierungsl?ndern - Gita Steiner-Khamsi, De-Regulierung und Schulwahl in den U.S.A.: Gewinner und Verlierer - Carole Anne Spreen, Empowerment und lƒ