Sicherheits- und ?berwachungstechnologien etablieren Sichtbarkeitsregime, die sich ihrerseits der Einsehbarkeit und damit der Kontrolle entziehen. W?hrend Bev?lkerung und Individuen in neuer Weise lesbar gemacht werden als Gefahrentr?ger, die kontrolliert, als Gef?hrdete, die gesch?tzt, als Konsumenten, deren Pr?ferenzen erhoben, als Angestellte, deren Leistungen evaluiert werden , bleibt die gesellschaftliche Funktionalit?t der Technik zu dechiffrieren. Im Zeichen von Pr?vention vollzieht sich ein radikaler Innovationsschub, der die Verfasstheit liberaler Gesellschaften in Frage stellt und traditionelle Grenzziehungen auf dem Feld der Sicherheit untergr?bt. Kriminalit?t, Terrorismus, Krieg und Naturkatastrophen werden zu einem Kontinuum der Bedrohung verkn?pft. Neben den staatlichen Organen treten private Sicherheitsagenturen, Anwender von Sicherheitstechnologien wie Verkehrsunternehmen, kommerzielle Datensammler und die Think Tanks der Sicherheitsforschung. Der Sonderband nimmt dieses Zusammenspiel von Akteuren, Technologien und strategischen Wirkungen ebenso in den Blick wie die gesellschaftlichen Bewegungen, die Privatheit als Residuum gegen ?berwachung und Kontrolle neu entdecken.Theoretische Perspektiven - Kartografien der Sicherheit - Z?hlen, messen, identifizieren - Politiken der Privatheit
Mit Beitr?gen von Johannes Angerm?ller, Colin Bennett, Ulrich Br?ckling, Oliver Decker, Tobias Grave, Leon Hempel, Gerrit Hornung, Stefan Kaufmann, Susanne Krasmann, Reinhard Kreissl, Aldo Legnaro, Gary T. Marx, Sven Opitz, Lars Ostermeier, Sachar Paulus, J?rg Potthast, Alexander Ro?nagel, Evelyn Ruppert, Ute Tellmann und Frieder Vogelmann
Die Beitr?ge in dem Sonderheft legen anschaulich dar, welche unterschiedlichen moral-philosophischen Fragen durch [Sichtbarkeitsregime] aufgeworfen werden und welche gesellschaftlichen Probleme damit verbunden sind. S + F - Sicherheit und Frieden, 1-2012
[..der Band liefert] einen wichtiló3