Thematisch gegliedert von Alter(n) und Gesellschaft bis zu Wissenssoziologie berichten die Sektionen und Arbeitsgruppen der Deutschen Gesellschaft f?r Soziologie ?ber den aktuellen Stand der Forschung, die Schwerpunkte und Tendenzen der letzten Jahre und die anstehenden Aufgaben der soziologischen Forschung.Soziologie ist ein Fach, das von Vielen als nicht leicht bestimmbar, zumindest als in seiner Vielgestaltigkeit un?bersichtlich wahrgenommen wird. Zuweilen f?hrt das zu dem Fehl? urteil, es kenne - trotz ?berraschender Blick?ffnungen und leistungsstarker Aufkl?run- keine Standards und sei von Beliebigkeit bestimmt. Dahinter mag sich eine uneingestande? ne Sehnsucht nach der Einbettung der eigenen Disziplin in eine Einheitswissenschaft ver? bergen, zumindest nach einem umfassend geltenden Paradigma (das Auguste Comte noch Dogma nannte). Das bestimmt auch die Bilder von einem Tribalismus unvereinbarer Ei? genwelten, durch den die Stammessprachen un?bersetzbar geworden seien. Demgegen?ber meine ich, dass man nicht von einer Fragmentierung auszugehen habe, dass sich in dieser Konstellation vielmehr die unaufuebbare Komplexit?t des Gegenstandes der Soziologie spiegelt. Die soziologische Perspektive ist eben auf alle menschlichen Ph?nomene und Le? bensbereiche anzuwenden. Damit handelt es sich notwendig um eine Disziplin, welche Ge? genst?nde und Ergebnisse anderer Wissenschaften (von den Kulturwissenschaften bis zur Biologie) reflexiv verarbeitet. Gerade deshalb bedarf es jener Methodenvielfalt, der nicht mit Abwehr und Ignoranz im Blick auf die je anderen Verfahrensweisen zu begegnen w?re, sondern mit Neugierde und mit einem Nachdenken ?ber die je eigenen Begrenzungen. Gleichwohl gibt es in dieser sachbezogenen Pluralit?t auch eine disziplin?re Kontur, die in Lehr-und Forschungsprogrammen allgegenw?rtig ist, sich einer fraglosen Definition gleichwohl entziehend.Zur Lage der Soziologie an den Hochschulen und auf dem Arbeitsmarkt - Soziologische Forschung nach Thel“ç