Die Umstellung von dezentralen zu zentralen Abiturpr?fungsverfahren in der Mehrheit der Bundesl?nder hat unter dem Stichwort 'Zentralabitur' in j?ngster Zeit besondere Aufmerksamkeit erfahren. Dabei werden seitens der Bildungspolitik insbesondere die zentral gestellten Pr?fungsaufgaben als geeignetes Steuerungsinstrument angesehen, um die bundesweit g?ltigen Pr?fungsstandards (EPA) fl?chendeckend umzusetzen und damit die Qualit?t und Vergleichbarkeit in der gymnasialen Oberstufe und im Abitur weiterzuentwickeln. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass bez?glich der intendierten Wirkungen kaum auf wissenschaftliche, empirisch abgesicherte Erkenntnisse zur?ckgegriffen werden kann. Der Band der Reihe Educational Governance greift bestehende Forschungsdesiderata auf und bietet empirische Befunde zum Steuerungs- und Innovationspotenzial von (zentralen) Abschlusspr?fungen vor dem Hintergrund einheitlicher Pr?fungsstandards.Mit der Abiturpr?fung zum Abschluss der gymnasialen Oberstufe erwerben Sch?lerinnen und Sch?ler die allgemeine Hochschulreife, die ihnen als h?chster erreichbarer Schul- schluss des allgemein bildenden Schulwesens in der Bundesrepublik Deutschland (formal) den Zutritt zu allen Studienf?chern an deutschen Hochschulen aber auch den Weg in eine 1 vergleichbare berufliche Ausbildung erm?glicht. Sie blickt auf eine mehr als 200-j?hrige Geschichte zur?ck, wobei seit deren Implementierung immer wieder intensive Diskurse ?ber Verfahren, Inhalte und letztlich auch den Wert dieser Abschlusspr?fung gef?hrt wurden und werden. So steht die Abiturpr?fung am Ende der allgemein bildenden Sek- darstufe II auch gegenw?rtig in der Diskussion um die Qualit?t schulischer Bildung und Ma?nahmen zu ihrer Verbesserung immer wieder im Fokus des Interesses. Die Abiturpr?fung zwischen Einheit und Vielfalt Historisch betrachtet liegen die Urspr?nge der Abiturpr?fung und der ihr vorgelagerten gymnasialen Oberstufe im sp?ten 18. bzw. fr?hen 19. Jahrhunderl3-