Das besondere Profil der Tagung St?rfall Gender, die vom 4.-6. November 2002 in der Carl Friedrich von Siemens Stiftung in M?nchen stattgefunden hat, lag darin, drei charakteristische Kennzeichen der Gender-Forschung zu reflektieren und in ein neues Verh?ltnis zu setzen: ihre wissenschaftstheoretische Fragestellung, die inter- bzw. transdisziplin?re Ausrichtung und die Heterogenit?t der Zugangsweisen in der Gender-Forschung selbst. Der gemeinsame Fokus besteht darin, die offenen und verdeckten forschungsbestimmenden Leitdifferenzen der einzelnen Disziplinen in Frage zu stellen. Die interdisziplin?ren Kommentare zu den gehaltenen Referaten dokumentieren die Vielfalt der Standpunkte, die durch den Einzug der analytischen Kategorie Gender in die verschiedenen Wissenschaften entstanden sind und bieten so einen reichhaltigen Einblick in die Gender-Forschung ?ber die Grenzen der einzelnen Disziplinen hinaus.Genderdifferenzen: Medizin zwischen Geschlechtsentwicklung und Gender-Forschung (Kuhnle-Krahl) - Nachdenkerei zum Thema: Braucht der Mensch ein Geschlecht? (Hotz-Davies) - Ein Weg ?ber die Natur-Kultur-Trennung hinaus? Ein Rahmen-Modell f?r Kooperation zwischen Natur- und SozialwissenschaftlerInnen (Bilden) - Is craziness what happens when there is no one left to whom you can tell the truth? (Wendel/Heel) - Ein Denkrahmen f?r gleichberechtigte Interdisziplinarit?t (Meyer) - Haben Artefakte ein Geschlecht? Technikgeschichte aus der Geschlechterperspektive (Zachmann) - Soziologische Erkenntnis und das Problem der Frau' bzw. des Geschlechts' (Kr?ger) - Die Suche nach dem Weiblichen (Heilmann) - Die Soziologie und die Frauen (Hirschauer) - Frau ohne Eigenschaften - Eigenschaften ohne Frau? Situiertes Wissen, feministischer Standpunkt und Fragen der Identit?t' (Singer) - Befindet sich die Feministische Theorie in einer Identit?tskrise (Stiegler) - Methodologische ?berlegungen zur Konstruktion von Differenzen nach G. Spencer Brown (Sch?nw?lder) - Gender in der Volkswirtsls,