Diplomarbeit aus dem Jahr 1995 im Fachbereich Elektrotechnik, Note: 1,0, FernUniversit?t Hagen (Werkstoffe und Bauelemente), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Kurzschlu?strom einer Solarzelle sollte in erster N?herung linear mit der Temperatur ansteigen. Messungen an kommerziellen Solarzellen ergaben eine Abnahme des Kurzschlu?stromes ab etwa 350 K. Dieses Verhalten war bisher noch nicht beobachtet und erkl?rt worden. In dieser Arbeit wurden mit Hilfe von PC-1D, einem Solarzellensimulationspro-gramm, Halbleiterparameter von Solarzellen ver?ndert mit dem Ziel, die gemessene Temperaturabh?ngigkeit des Kurzschlu?stromes nachzubilden. Es wurden eigene Programme entwickelt, die den Temperatureinflu? verschiedener Parameter, die in die Berechnung des Kurzschlu?stromes von Solarzellen eingehen, aufzeigen. Dabei zeigten ?nderungen der Werkstoffparameter nicht den gew?nschten Effekt. Da der Kurzschlu?strom von der Lichteinstrahlung abh?ngt, lag es nahe, die optischen Eigenschaften der Solarzelle zu untersuchen. Zuf?llig ergab sich bei der Variation der Antireflex-Beschichtung ein Abfall des Kurzschlu?stromes. Messungen der Reflexion an Solarzellen bei unterschiedlichen Temperaturen ergaben, da? Antireflex-Beschichtungen aus Titandioxid einen Einflu? auf den Kurzschlu?strom der Solarzellen haben. Mit zunehmender Temperatur nimmt auch die Reflektivit?t zu: Bei einer Temperaturerh?hung von 300 K auf 500 K f?hrt eine Beschichtung mit Titandioxid zu einem Anstieg der reflektierten Intensit?t von bis zu 20 %. Es ist daher plausibel, da? der Kurzschlu?strom, der ja direkt von der eingestrahlten Photonenleistung abh?ngig ist, mit dem Anstieg der Reflexion abnimmt. Im Vergleich zur Beschichtung mit Titandioxid f?hrte eine Beschichtung mit Siliziumnitrid nicht zu einer hinreichenden Zunahme der Reflektivit?t, um einen Abfall des Kurzschlu?stromes zu errechnen. Die Messungen an Solarzellen mit Siliziumnitrid-Beschichtung ergaben aber auch nicht den Abfall des Kurzschlu?stromes, der f?lĂp